Wittnau-Buschberg

(inmitten der Tafeljuralandschaft, in einer Gegend reich an Geschichte, Kultur und religiösen Zeichen)

Donnerstag, 19. August 2021, ca. 2 ½ h, ca.  9 km, 400 m 230 m

Claudia hatte eine Wanderung vorgeschlagen, die perfekt auf meinen Geschmack abgestimmt ist, alles dabei, was mein aktuelles Interesse weckt, Wallfahrtskappelle, prähistorische Siedlungsspuren und am Ende eine Einkehrmöglichkeit. Nach zwei Anläufen fanden wir einen Tag, der beiden passte und dazu gleich noch ideales Wetter bot, sonnig aber nicht zu heiss.

Wir trafen uns in Frick und sind danach mit dem Postauto bis Wittnau Mitteldorf gefahren, haben uns nach der Ankunft sogleich an den Anstieg hinauf zum Buschberg gemacht. Eigentlich hätten wir zuerst die Kirche St. Martin im Dorf besuchen können, dem Ausgangspunkt des Martinsweges, eines Rundweges über den Buschberg und wieder nach Wittnau zurück. Doch wir wussten davon nichts, da wir ja nicht explizit dem ausgeschilderten Martinsweg folgen wollten, eher galt unser erstes Interesse einem Bänkli, auf das wir uns setzen und Znüni essen konnten, wir hatten beide Hunger.

Es ging sogleich bergauf, wie Claudia bereits vorgewarnt hatte. Nachdem unser Hunger gestillt war, machten wir uns auf die Suche nach der Lourdes Grotte, die bald kommen sollte, diese wollten wir auf keinen Fall verpassen. Doch da besteht keine Gefahr, man kommt daran vorbei. Die in Kalktuffstein errichtete Grotte mit der Statue in der Nische ist vermutlich von der Originalstätte in Frankreich inspiriert. Die Grotte wurde im Jahr 1902 an einer der Stationen des davor errichteten Kreuzweges zur Wallfahrtsstätte Buschberg angelegt und liegt idyllisch an einem lieblichen Ort das von einem fein rauschenden Bächlein durchzogen ist. Wir entzündeten je eine Kerze und blieben eine Weile auf einem der Bänke sitzen.

Lourdgrotte bei Wittnau

Nur ungern verliessen wir den schönen Ort, folgten dem Weg weiter bergan, nahmen später die Abzweigung nach links, obwohl uns die treppenartigen Stufen gar nicht zusagten. Diese wollten auch fast nicht enden, so dass wir unsere Wahl des Weges für den Aufstieg zum Buschberg zu bereuen begannen, doch da waren wir oben angelangt. Unser nächstes Ziel war die Kapelle. Der Wallfahrtsort hatte seine Blütezeit im 19. Jahrhundert, als Pilgerzüge aus dem Elsass und aus dem Badischen den Buschberg erreichten.

In den letzten Jahren erlangte der Buschberg als Kraftort eine gewisse Bekanntheit. Wir spürten von der ausstrahlenden Kraft wenig, dafür von Müdigkeit in den Beinen, und da boten die recht unbequemen Bänke wenig Abhilfe, dann schon eher die Aussicht auf die Einkehr etwas später im Asphof. Auf die Besichtigung der prähistorischen Wehranlage haben wir bereits verzichtet, weitere Hinweise auf Zeugen alter Zeiten ignorierten wir nun ebenfalls und verschoben die auf ein nächstes Mal.  Nun ging es abwärts durch den Wald und später über offene Weiden, bis zum Gutshof Asphof mit Gaststätte und Gartenrestaurant. Da genossen wir hausgemachte Glacé. Die Bushaltestelle ist gleich vor dem Hause und der mit Brombeeren überwachsenen Hausmauer. Da gab es gleich noch einen Nachtisch vor der Heimfahrt. In Gelterkinden trennten sich unsere Wege wieder, wir blicken beide auf einen schönen und reichhaltigen Tag zurück, in einer Gegend, die wir gerne wieder einmal besuchen möchten.

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