„Sentierone Val Verzasca“ (Lavertezzo-Mergscia)

von Lavertezzo nach Mergoscia  

Freitag, 28. Juli 2017, ca. 8.2 Km. Wanderzeit etwa  3 h / 600 m- Auf- und 420 m Abstieg, Wetter sonnig, ca. 26 Grad, im Norden bewölkt.

Der Sommer pausierte ein paar Tage und brachte uns im Norden sehr wechselhaftes Wetter in der letzten Woche. Nun kommt er wieder zurück, doch zuerst im Süden. Deshalb plante ich für den freien Tag eine Wanderung im Tessin. Ins Verzascatal wollte ich schon lange einmal gehen. So entschied ich mich für die Talwanderung entlang der türkisgrünen Verzasca.

2017_07_Verzasca
die türkisblaue Verzasca

Aufgrund einer technischen Störung am Zug aus Zürich kam ich mit mehr als einer halben Stunde Verspätung im Tessin an, so dass ich den Anschluss in Bellinzona respektive den Bus in Tenero verpasste. Eine riesige Menschenmenge versammelte sich dann an der Bushaltestelle,  alle wollten ins Verzascatal. Ob das wohl gelingen würde. Doch erstaunlicherweise kamen am Ende alle mit, sogar mit Sitzmöglichkeit, denn mehrere Postautos wurden aufgeboten, die vielen Gäste zu fahren. Wollen die alle wandern? einige waren nur mit Sandalen und Turnsäcken ausgerüstet. Da erinnerte ich mich, dass die Verzasca auch zum Baden sehr beliebt ist. Und so war es dann auch. In Lavertezzo stiegen ganz viele aus

2017_07_Verzascatal_Steinbrücke Lavertezzo
weit bekannte mittelalterliche Steinbogenbrücke bei Lavertezzo

Kurz nachdem ich die mittelalterliche Brücke überquert hatte, waren die Wanderer bald unter sich. Zwar noch in recht grosser Anzahl vorhanden und auch in der Gegenrichtung kamen sie. Der Weg verläuft lange entlang der Verzasca im schattigen Kastanienwald und ist sehr schön zu begehen. Nach einer knappen Stunde kam ich in Corippo, einem Dorf etwas oberhalb vom Fluss an. Da es hier ein Osterio und eine Postautohaltestelle gab, blieben einige Wanderer nun zurück, die mir bis dahin folgten. Soll mir recht sein, wenn mir niemand mehr „an den Fersen klebt“ .  Mir blieb nun leider keine Zeit, dem Osterio einen Besuch abzustatten, da mir eine Stunde weniger zur Verfügung stand. Ich möchte den Bus um 15.20 in Mergoscia nehmen.

Also weiter, leicht abwärts ins Valle di Corippo, über die Steinbogenbrücke (Bild) bei den alten Mühlen und weiter zum nächsten Anstieg. Dann wanderte ich wieder durch Wald, hoch über dem Stausee und ich kam an einer verfallenen Alpsiedlung vorbei, bevor der Weg nach einem schönen Aussichtspunkt noch einmal ziemlich anstieg. Doch dann kam eine Lichtung und der höchste Punkt war erreicht, bevor es weiter entlang Trockensteinmauern und später einer Treppe hinunter nach Mergoscia Posta ging. Hier reichte mir die Zeit dann doch noch für eine kurze Einkehr.

Mit dem Bus fuhr ich anschliessend nach Locarno und dort mit der S20 nach Bellinzona. Von dort nahm ich den Postauto Eilkurs über den San Bernadino nach Chur und dann den Zug nach Zürich. Das war eine sehr schöne Talwanderung im Tessin und anschliessend eine genussvolle Fahrt im Postauto auf der San Bernadino Strecke. So kam ich zufrieden aber müde wieder in Zürich an.

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