San Bernadion-Hinterrhein (Walserweg)

San Bernadino – Hinterrhein (Walserweg Etappe 1)    

Sonntag, 01. August 2017, ca. 10 Km. Wanderzeit etwa  3,5 h /   570 m- Auf- und 550 m Abstieg, Wetter schön, ca. 30 Grad in Zürich

Nachdem ich vor ein paar Tagen mit dem Postauto auf der San Bernadinostrecke heimwärts gereist bin, habe ich mir diese Wanderung als meine nächste geplant. Vor Jahren bin ich einmal von Hinterrhein zum Pass aufgestiegen.

Für die lange Anreise von Zürich nach San Bernadino Dorf musste ich an diesem freien Tag früh los und das nach einer kurzen Nacht, denn bis in die Morgenstunden gingen bei uns di e Knaller ab. Der Zug nach Chur war nur schwach belegt. Mit dem Eilkurs ab Chur dauerte die Fahrt nach San Bernadino  Dorf nochmals eine gute Stunde. Dort war Markttag, so musste der Bus ausserhalb halten und ich musste den richtigen Weg etwas suchen, nachdem ich mir vor ein paar Tagen die Wegweiser aus dem Bus heraus schon mal gemerkt hatte. Doch der Walserweg ist durchgehend gut gekennzeichnet. Das Dorf liegt wunderschön in die Bergen eingebettet, es hat auch einen schönen alten Dorfteil, dann aber leider ein paar bauliche Schandtaten.

Bald hatte ich das Dorf hinter mir gelassen und der Weg führte auf einem wunderschönen Pfad entlang niederen Föhrenbeständen leicht ansteigend aber angenehm in die Höhe.  Bald kam ich zur Sass de la Golp, einer Hochebene, und war somit fast schon auf der Höhe des Passes angelangt. Nun wechselt die Vegetation zu kleinen Moorlandschaften und Moorseen über. Überall sind die vom Gletscher abgeschliffenen Rundhöcker zu sehen.

2017_08_01_San Bernadino -1Ich fand dies eine so ruhige und friedliche Umgebung, dass ich auf den kleinen Abstecher zum Hospiz verzichtete, und weiter dem Walserweg weit hinter der Passstrasse folgte. Nur ab und zu hörte ich Stimmen, vermutlich von Ausflüglern, die nach Heidelbeeren suchten, ansonsten herrschte absolute Stille und rundherum die karge Bergwelt, was war das für ein Genuss. Nach einer längeren Mittagspause ging es bereits schon an den Abstieg. Dieser beginnt recht sanft bis zur Tällialp (1926m) und die Umgebung änderte sich vorerst kaum. Bald jedoch kommt die Passstrasse in Sicht, und damit ist auch der Lärm wieder da . Etwa einen Kilometer folgt der Wanderweg der Passstrasse entlang, bis er dann wieder ins Gelände führt.  Nun kam ich ins steilere Gelände, das ich noch sehr verwachsen und mühsam zu begehen in Erinnerung hatte. Heute war es trocken und der Weg teilweise breit und gemäht, so dass ich die Löcher gut vermeiden konnte. Ein paar Kehren nur und der Abstieg war auch schon geschafft. Unten im Talboden donnern die Fahrzeuge Richtung Tunnel Nordportal , der Hinterrhein ist in Sicht und rundum stehen Bagger die irgendwelche Schichten von Kies oder Sand abbauen. Weiter hinten im Tal steht der Militärschiessplatz und verunstaltet ebenfalls die schönste Landschaft. Die Zivilisation ist also wieder in Sicht, doch für die Bevölkerung in der Gegend eben notwendig.

Bald wurde der Weg wieder flacher und ich konnte dem Hang entlang bis zur alten Landbrücke folgen, anschliessend kurz auf einem Bänkli etwas ausruhen und nochmals die Berge geniessen bevor ich  dann den Bus nach Chur und den Zug nach Hause nahm.

Also die Wanderung ab San Bernadino Dorf bis zum Pass oder allenfalls zur Tällialp, (es hat dort eine Bushaltestelle in der Nähe) kann ich sehr empfehlen. Der Nordteil des Passes ist nicht so ein Genuss.

2017_08_01_San Bernadino _4
Aufstieg zum San Bernadino von der Südseite
2017_08_01_Sand Bernadino Alte Landbrücke bei Hinterrhein
die Alte Landbrücke in Hinterrhein

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