Lausanne → Epesses 11,1 km, 2 3/4h, und 81m ↑ und 66m ↓
Dienstag, 22. Juli 2026
Gut ausgeruht und bereit für eine weitere Etappe der Via Francigena reiste ich am nächsten Morgen zurück nach Lausanne.
Doch die Metro, die mich vom Bahnhof Lausanne hinunter nach Ouchy Olympic bringen sollte, musste ich suchen. Ein Schild weist zwar zur Metro hin, doch für jene aufwärts. Da ich nicht ausfindig machen konnte, wie man zur anderen Seite gelangt, fuhr ich eben zwei Stationen aufwärts und fand dort einen Übergang zur anderen Seite. So gelangte ich dann doch noch zum Seeufer hinunter.

Zur frühen Stunde waren nur Jogger unterwegs, doch, nein, im Wasser sah ich auch ein paar Sportschwimmer, erkennbar an ihrem Beutel in Leuchtfarben.
Bald war Zeit für meine Frühstückspause, denn ich habe kurz nach sechs Uhr in Corsier-sur-Vevey, Village den Bus genommen.
Das Laufen entlang der Uferpromenade ist zwar schön, jedoch nicht unbedingt abwechslungsreich. Und so lief ich zum ersten Mal mit einem EarPod im Ohr und hörte Podcasts.
Ich bin ja recht erstaunt wie viele freie und öffentliche Uferbereiche man entlang des Genfersees vorfindet, es gibt mehrere hübsche Badestrände ohne Eintrittskosten und die Spazierwege führen oft nah dem Wasser entlang.
Breite Promenadenwege sind jedoch nicht durchgängig vorhanden, manchmal wird es sogar recht eng, so dass Jogger und Fussgänger grad noch knapp aneinander vorbei kommen. Führt der Weg um Ecken, sollte man besonders vorsichtig sein.
Dann einmal ist es fertig mit Uferpromenade, nach Lutry geht es ein kurzes Stück der Strasse entlang, das ist aufgrund der prallen Sonne nicht sehr angenehm. Dann geht es hinauf in den Rebberg, bis man in Cully nochmals zum Ufer gelangt, nachdem man das schmucke Dorf durchquert hat.




Meine geplante Tagesetappe war fast schon geschafft, das kurze Stück Seeufer sollte ich noch geniessen, denn man kommt erst in Vevey wieder an den See. So setzte ich mich auf eine Bank im Schatten und verblieb bis kurz vor Abfahrt meines Zuges von Epesses nach Vevey. Das kommende Stück Weg wird mich durch die Rebberge der Lavaux führen.
Eigentlich hätte ich Hunger gehabt, fand aber entlang des Weges kein passendes Restaurant. In Vevey gibt es ein Manora Restaurant nah am Bahnhof. Dorthin bin ich dann auf direktem Weg gegangen.
Gut gespeisst und eingekauft für ein leichtes Abendessen und Frühstück für die nächsten zwei Tage, nahm ich am frühen Nachmittag den Bus hinauf nach Corsier. Nach der Dusche bin ich eingeschlafen und habe das Zimmer bis am nächsten Morgen nicht mehr verlassen.
Corsier-sur-Vevey-village-Eppeses, 9km, 2 ½ h, und 263m ↑ und 303m ↓
Mittwoch, 22. Juli 2026
Dieses Wegstück bin ich in Gegenrichtung gegangen, so dass ich am frühen Morgen gleich loslaufen durfte, da die Unterkunft direkt an der Via Francigena liegt.
Über Beton zu laufen ist zwar kein Spass für die Beine, doch ich genoss den Weg trotzdem, er führt entlang gepflegten Rebbergen und ist sehr aussichtsreich. An einigen besonders schönen Plätzchen gibt es Bänke.
Es geht auf und ab und durch schmucke kleine Dörfer hindurch. Zum ersten Mal seit Tagen empfinde ich es am Morgen eher kühl, zudem lag der Hang noch recht lange im Schatten. Hätte ich mich etwas mehr beeilt, hätte ich bereits um 9:46 den Zug zurück nach Vevey nehmen können. Doch „weshalb die Eile, lieber Wanderer….“ stand da auf einem Schild bei einer Laube mit Tisch und Bank, was mich zu einer Rast verleitete.
An der Haltestelle Epesses ist es nicht besonders angenehm, lange auf einen Zug zu warten, daher nahm ich den nächsten Zug, der jedoch nach Lausanne fuhr und stieg dort in den RegioExpress nach Vevey um.



Bereits seit drei Tagen bin ich in Vevey stationiert und habe noch kaum etwas von der Stadt gesehen, das war dann die Gelegenheit, dies nachzuholen.
Der Tag war noch jung und ich fühlte mich noch frisch, so dass ich mir die Altstadt und die Seepromenade anschaute, bevor ich wieder ins Manora zum Mittagessen ging.

Bevor ich wieder mit dem Bus hoch nach Corsier fuhr, zog es mich noch ins Kunstmuseum (Musée Jenisch Vevey) Dies ist eben der Vorteil von sehr kurzen Tagesetappen, es bleibt auch noch Zeit für Besichtigungen am jeweiligen Ort.