gewandert von Territet → Yvorne (Aigle), 14 km, 3 ½ h, und 109m ↑ und 49m ↓
Donnerstag, 23. Juli 2026
Es hat sich gelohnt, in den letzten Tagen die Etappen kurz zu halten, um meinen Knien etwas Pause zu gönnen. Schon am Vortag ging es wieder viel besser. Trotzdem mute ich mir keine fünfundzwanzig Kilometer zu, daher kürze ich ab und fahre mit dem Zug von Vevey über Montreux nach Territet.
Ein letztes kurzes Stück Uferweg verblieb mir so noch und dieses genoss ich dann in vollen Zügen. Bald kommt man am Château de-Chillon vorbei, das noch im Schatten liegt und noch nicht dem Ansturm von Besuchern ausgesetzt ist.


Etwas später war Villeneuve erreicht, nun ist fertig mit dem See. Etwas erstaunt war ich, dass ich eine Broncestatue von Mahatma Gandhi vorfand. Doch dann las ich, dass er im Dezember 1931 Fünf Tage im Hause eines Freundes weilte.


Der Weg führt zum Bahnhof und ein Stück den Geleisen entlang dann kommt man zur„Eau Froide“, einem 12 km langen Zufluss zum Genfersee, wobei „Fluss“ ist masslos übertrieben, es ist ein schmaler Kanal. Einmal übersah ich, dass ich die Uferseite hätte wechseln sollen und lief auf dem breiten Kiesweg weiter, erst als ich zu Baumaschinen kam und sah, dass der Weg noch in Arbeit ist, habe ich bemerkt, dass ich falsch bin. So musste ich wieder einmal ein gutes Stück zurücklaufen.
Später kam ich zur Ortschaft Roche, dort gibt es den „Parc des salines“ doch ich fand nichts von Interesse vor. Meine Hoffnung, am Bahnhof einen Kiosk und oder eine Toilette vorzufinden wurde ebenfalls enttäuscht.


Damit mir das Geradeauslaufen nicht allzu monoton vorkam, hatte ich wieder einen Ohrstöpsel eingesetzt und hörte Podcasts. Es folgt ein langes Stück der Bahnlinie entlang und die Sonne wärmte schon recht, obwohl es noch nicht einmal Mittag war. So machte ich eine Pause unter einem Baum, bis Yvorne, (Aigle) war es zum Glück nicht mehr weit. Am frühen Nachmittag durfte ich in der Auberge Communale de la Couronne mein Zimmer beziehen.
Am Nachmittag reiste ich noch nach Villars-sur-Ollon und von dort mit der Gondel hinauf zum Roc-d‘Orsay um einen Blick auf die riesigen Kinderbilder des französischen Künstlers Saype zu werfen, die er dort in die Landschaft malte. Da mir jedoch nicht bewusst war, dass ich dazu in die Höhe muss, trug ich Sandalen statt die Wanderschuhe und so bekam ich nur eins der Bilder zu sehen. Doch die Busfahrt alleine war schon ein Erlebnis.


Nach dem Abendessen legte ich mich früh schlafen, denn es folgt eine längere Etappe am nächsten Tag, für mich sogar die längste dieser Weitwanderung.