Yvorne (Aigle) → St-Maurice, 19,8 km, 5 ¼ h, und 463m ↑ und 492m ↓
Freitag, 24. Juli 2026
Sehr früh am nächsten Morgen machte ich mich auf den Weg. Es stand für mich die längste Tagesetappe meiner geplanten Weitwanderung bevor.
Das Auberge Communale de la Couronne, wo ich übernachtete, liegt direkt am Wanderweg.
Aigle-Place-du-Marché ist in einer halben Stunde erreicht. Viel war da am frühen Morgen noch nicht los. Doch bald bot sich meinen Augen ein sehr schönes Bild, der Blick auf das Château d’ Aigle und dem Bergpanorama mit der aufgehenden Sonne im Hintergrund.


Bald geht es aufwärts, zuerst auf einer Forststrasse, doch nach dem Queren der Bahnlinie auf schönem Waldweg. Ist der höchste Punkt erreicht, geht es wieder abwärts nach Ollon, und dann gleich nochmals in die Höhe. Zum Glück durfte ich meistens schön im Schatten laufen. Als der Weg dann flach weiterführte, war es auch mit Schatten vorbei.
Es geht ein Stück durch Rebberge. Dann kommt man zu einem Nebenfluss der Rhone, der Gyonne, an jener Stelle kanalisiert, begradigt und mit Schwellen versehen. Es ist zwar angenehm dort entlang zu laufen, ich fand sogar eine Sitzgelegenheit für eine Pause vor. Weniger toll fand ich es dann der Rhone entlang, man läuft hoch auf dem Damm. In Massonex hätte ich abbrechen und mit dem Zug nach Saint-Maurice fahren können. Doch die etwa dreieinhalb Kilometer schaffte ich auch noch.


In Saint-Maurice gibt es mehrere „point of interest“, wie zum Beispiel die Einsiedelei Notre-Dame du Scex, 90 m über der Stadt in den Felsen gebaut, oder die Feengrotte, etwas ausserhalb der Stadt, zur Zeit jedoch geschlossen, sowie die Abtei. Als ich vor vier Jahren in Saint-Maurice weilte, besuchte ich jede davon. Nun jedoch war ich müde und hungrig. Nachdem ich etwas gegessen hatte, bezog ich mein Zimmer und schlief etwas, bis es für die Abtei dann leider zu spät war.

Am Wochenende ist die Abtei erst am Nachmittag offen, das war mir zu spät. Zum Wandern war es mir auch bereits zu warm, denn ich durfte wieder einmal ausschlafen. Sowieso plante ich, für drei Nächte nach Hause zu fahren, um dann ab Martigny weiterzulaufen.
Die Etappe 7, von Saint-Maurice nach Martigny zusammen mit der Trientschlucht kenne ich ebenfalls bereits aus meiner Weitwanderung aus dem Jahr 2022. Nur das kurze Stück zwischen Vernayaz und Martigny fehlte mir noch, das ich dann Mitte August noch gelaufen bin.
Bevor es jedoch an den Aufstieg zum Grossen Sankt Bernard geht, wollte ich drei Tage pausieren.