Cossonay → Bussigny, 9,8 km, 2,5h h, und 163m ↑ und 188m ↓
Samstag, 18. Juli 2026
Da die Funiculare in Revision ist, bringt ein Bahnersatzbus die Passagiere von Cossonay Ville hinunter nach Penthalaz. Man überquert die Venoge via Brücke, läuft ein Stück der Strasse entlang und kommt dann bald in den Wald.
Doch nach dem kurzen Waldstück geht es dann leider lange der Strasse entlang, bis man in das schöne Dorf Vufflens-La-Ville gelangt. Dort bekam ich für eine kurzes Stück Begleitung, eine Seniorin vom Dorf auf ihrem Morgenspaziergang.

Etwas später führt der Weg nach rechts, an abgeernteten Felder vorbei, in Richtung Wald, endlich wieder Schatten!
Kurz vor Bussigny kam ich an Sportplätzen vorbei, wo bereits Betrieb herrschte, es wurde an einem Platz ohne Schatten für Speis und Trank eingerichtet. Dann kam eine Neubausiedlung und ich musste meinen Weg immer wieder suchen, doch über die Plattenwegen zwischen den Häusern gelang das recht gut.
Beim Park kurz vor dem Bahnhof setzte ich mich auf eine Bank um etwas auszuruhen. Mein Wasservorrat war fast aufgebraucht, ich müsste nachfüllen. Eigentlich wollte ich noch weiterlaufen, doch dann entschied ich mich, aufgrund der besseren ÖV Verbindung, die Wanderung bereits in Bussigny zu beenden und nach Cossonay zurückzufahren.
Übers Wochenende kommt mich Mactar besuchen und ich könnte meinen Knien gut etwas Schonung gönnen. Bergsicht gibt es ebensogut ab der Hotel Terrasse.
Am Sonntag reisten wir zum Lac de Joux, doch zum Baden war uns dieser dann doch zu kalt.

Bussigny→ Lausanne, 8,8 km, 2,2h h, und 61m ↑ und 73m ↓
Montag, 20. Juli 2026
Gut erholt und wieder bereit zum weiterlaufen habe ich das Hotel Funi am frühen Morgen verlassen und bin nach Bussigny gefahren.
Ab der Südseite vom Bahnhof gelangt man rasch zum Ufer der Venoge, der man nun bis zur Mündung in den Lac Leman folgen wird.

Fast ohne Gefälle fliesst sie still dahin, so dass die Fliessrichtung manchmal kaum sichtbar ist. Dies wurde mir nach der ersten Pause zum Verhängnis.
Ganz gelassen und in Gedanken versunken bin ich wieder losgelaufen, nachdem ich mich auf einem Baumstamm sitzend ausruhen konnte. Als ich dann unter der Autobahnbrücke durchlief, musste ich die SchweizMobil App zu Hilfe nehmen, weil es dort Wegweiser in ganz viele Richtungen gibt.
Man muss ein Stück neben der Strasse entlang laufen, das gar nicht schön ist, das kam mir dann irgendwie bekannt vor, so eins hatte ich heute bereits, und so merkte ich, dass ich nach meiner Pause retour gelaufen bin.
Die Venoge ist durchgehend in einen Auenwaldgürtel eingebettet und somit läuft man meistens schön im Schatten. Nur sieht es überall ziemlich ähnlich aus. Zudem finde ich, dass der Weg eher schlecht unterhalten ist. Ein Stück war wegen Sturmschäden gesperrt, die Umleitung zwar signalisiert, doch diese war kaum besser, man muss mehrmals umgeknickte Bäume und Sträucher umgehen.
Durch eine Unachtsamkeit stolperte ich dann noch über eine Wurzel und viel hin. Aufgrund des grossen Rucksacks bin ich jedoch nicht vornübergefallen, sondern zuerst zur Seite und dann nach hinten, so dass ich wie eine Schildkröte auf ihrem Panzer am Boden lag, mit den Wanderstöcken in der Luft. Ich kam zum Glück gut wieder hoch und habe keinen Schaden genommen, achtete dann aber besser auf den Weg.
Dann bin ich am Mündungsgebiet angekommen und zweige links ab, um am Ufer des Genfersees entlang zu laufen. Bis Lausanne Ouchy ist es noch ein gutes Stück Weg. Die Seepromenade führt direkt am See entlang mit schönen Badeplätzen, doch eine Badehose hatte ich nicht dabei.



Doch dann ist auf einmal fertig mit Seesicht, man läuft in einem schmalen Korridor zwischen hohen Zäunen. Mein Knie macht sich wieder bemerkbar und kurz nach St. Sulpice entschied ich mich, diese Etappe vorzeitig abzubrechen.
Bevor ich jedoch zur Unterkunft für die nächsten Tage in Vevey reiste, wollte ich noch zu Mittag essen. In grösseren Orten wähle ich jeweils gerne ein Migros Restaurant und bediene mich am Salatbuffet. Das Migros Restaurant in Lausanne befindet sich nicht in Bahnhofsnähe und hat ein spärliches Angebot an Salaten.
Lausanne hat mir nicht besonders gefallen, doch ich habe auch nicht viel davon gesehen. Am Bahnhof war eine Grossbaustelle und der Zugang von Bus zur Bahn ist erschwert. Einkaufsmöglichkeiten fand ich auch keine vor.
Bereits freute ich mich auf die nächste Etappe, zwischen Lausanne und Vevey führt der Weg durch Rebberge und soll sehr schön sein. Das restliche Stück Weg bis Lausanne musste ich auslassen, um den Tourenplan einhalten zu können, denn die Unterkünfte waren alle schon lange gebucht.
Übernachtung: Hotel de la Place, in Corsier-sur-Vevey, village, in ruhiger Lage direkt am Wanderweg und oberhalb vom See