Besichtigung der Voie Romaine, etwas ausserhalb von Ballaigues, danach kurze Wanderung nach Vallorbe, ca. 8 km, 2h
Montag, 13. Juli 2026
Mein Weitwander Erlebnis entlang der Via Francigena Schweiz darf beginnen!
Am frühen Morgen bin ich per Zug und Bus via Yverdon nach Ballaigues angereist. Schon die Busfahrt durch das Waadtland ist ein Erlebnis. Etwas ausserhalb vom Dorfzentrum, im Wald, sind tiefe Wagenspuren im Fels zu sehen, es sollen Überreste alter Verkehrsverbindungen aus der Römerzeit sein.
Danach lief ich zurück ins Dorf und weiter abwärts nach Le Day, einer Bahnhaltestelle etwas ausserhalb vom Dorf Le Day. Da es nicht weit ist bis Vallorbe, entschied ich mich zum weiterlaufen, und das hat sich gelohnt. Das Wandern entlang der Orbe ist sehr schön und man erfährt dabei, dass es in Vallorbe viel über die jahrhundertelange Tradition der Metallverarbeitung zu erfahren gäbe. Darauf weisen ein paar Infotafeln hin und es gibt ein Eisenmuseum, das jedoch an jenem Tag geschlossen war.

(Die Wanderung von Ballaigues via Le Day nach Vallorbe verläuft ist Teil der Route 135, „Sentier de la Jougnena“)



Am frühen Nachmittag fuhr ich dann mit dem Bus nach Orbe, wo ich die nächsten vier Tage logierte. Nachdem ich mich etwas ausgeruht hatte, machte ich am Abend noch einen stündigen Rundgang durch den Ort.
Dabei lernte ich, wie in alten Zeiten das Vorhandensein oder Fehlen einer Brücke über die Zukunft eines Ortes entscheiden konnte.
Aus Wikipedia: Die Pont du Moulinet in Orbe, (auch pont de l’ermite) ist eine historische Strassenbrücke. Sie zählt zu den ältesten erhaltenen erhaltenen Steinbrücken der Schweiz. Die Bogenbrücke wurde im Jahr 1424 errichtet, um für die Landstrasse am Jurasüdfuss einen sicheren Flussübergang zu schaffen.
Unterkunft: im Airbnb Zimmer bei Pascale und Antonio Campanile in Orbe habe ich sehr herzliche Gastfreundschaft erlebt und interessante Informationen zu Orbe und Umgebung erhalten.
Orbe → Le Day, 14,1 km, 4h, und 492m ↑ und 187m ↓
Dienstag, 14. Juli 2026
Gestern war das ja nur so etwas wie ein Einlaufen, nun steht eine tolle erste Etappe bevor, der Weg durch die spektakuläre Orbe-Schlucht, darauf freute ich mich sehr. Es ist jedoch auch eine etwas längere Tagestour, zumal mein Knie sich unangenehm bemerkbar machte. Deshalb lief ich in Gegenrichtung und startete in Orbe, so dass ich flussaufwärts wanderte.
Zuerst geht es steil hinunter zur Orbe, dann dem Sportplatz entlang und bald in den Wald hinein. Man hätte dann noch die Wahl dem rechten Ufer zu folgen, doch die Markierung der Via Francigena weist zur linken Uferseite. Man läuft dann leider ein längeres Stück grossen Wasserrohren entlang hoch, wo hingegen der andere Weg nah am Wasser über Stege führt. Doch wie sicher diese sind, ist mir nicht bekannt und ich ziehe es vor, bei meinen Wanderungen den Hauptrouten zu folgen. Etwas weiter oben treffe ich auf etwa drei parkierte Fahrzeuge, (Montcherand, Bois-de-Chène), man könnte also bis hierhin fahren. Die in der Karte eingezeichnete Grotte fand ich nicht so besonders.
Der Weg führt nun etwas weg vom Fluss weiter bis zum Dorf Les Clées, das nur mit eigenem Fahrzeug zu erreichen ist. (die Bushaltestelle „Les Clées“ ist 1,6 km resp. 30 min. Fussweg vom Dorf entfernt)
Nun beginnt der schönere Teil des Schluchtenweges. Bis zum „Saut du Day“ ist es zwar ein gutes Stück Weg, doch dieses ist sehr angenehm zu laufen und eher flach. Man befindet sich da mitten in einer geschützten Naturlandschaft. Der sehr abwechslungsreiche Flussweg führt entlang moosbewachsenen Steinbrocken und durch mehrere Felsentunnels hindurch, bis man zum Wasserfall „Saut du Day“ gelangt, wo gebadet werden könnte. Mehrere Familien mit Kindern suchten etwas Kühlung, es war ziemlich belebt.
Nach einer kurzen Rast machte ich mich wieder auf den Weg, denn, „das Beste kommt bekanntlich zum Schluss“, es steht noch ein Aufstieg bevor. In der letzten halben Stunde geht es noch ziemlich aufwärts, und leider verpasste ich dann gleich noch einen Wegweiser und gelangte zum Fuss der Staumauer statt zu deren Krone. ☹
Nach der Staumauer geht es noch ein paar Stufen in die Höhe, man kommt nochmals etwas ins Schnaufen, dafür im Schatten, oben angelangt sieht man bereits die Haltestelle.
Insgesamt eine sehr schöne Wanderung, sollte ich die nochmals gehen, würde ich vermutlich in Les Clées starten.




