Bauma Lochbachtobel

Über Brücken und Treppen das Lochbachtobel hinauf zur Hohenegg und weiter zum Tännler, Abstieg nach Fischenthal (oder Steg) aussichtsreiche Wanderung im Züri-Oberland

Samstag, 14. November 2020, ca. 3h, ca. 9,1km, ⇑ 511 m ⇓ 416 m

Samstagmorgen ausschlafen und danach wandern gehen, doch das passt im Spätherbst sehr gut. Hitze ist nicht mehr zu befürchten, man sucht die Sonne. Es muss auch keine neue Route sein, im Herbst sieht sowieso alles wieder anders aus. Und so wählte ich eine Wanderung, die ich vor drei Jahren im Frühling bereits gegangen bin. Erst als ich in der S26 im Züri-Oberland sass, kam mir die Idee, die Wanderung in umgekehrter Richtung als damals zu gehen. (Blogbericht der früheren Wanderung)

In Bauma angelangt folgte ich dem Wegweiser zur Hohenegg, im Volg kaufte ich noch etwas zu Essen. Nach etwa zwanzig Minuten Gehzeit durch Wohngebiete war ich im Tobel angelangt und stand bereits beim ersten Wasserfall mit einem eher dünnen Wasserstrahl über die Nagelfluh herunter. Wenig später kam ich zum zweiten. Über Brücken, Stege und Treppenstufen wie auch Metalltreppen führt der Weg durch den Wald hinauf zur Hohenegg, die man nach etwa einer Stunde erreicht. Wie froh bin ich, diesen Weg durchs Tobel nicht im Abstieg gehen zu müssen, er ist etwas steil, jedoch gut zu begehen, aber man muss vorsichtig sein, es ist nass und rutschig sowohl wegen des nassen Laubes wie auch des lehmigen Bodens. Auch habe ich die Stimmung im Tobel diesmal viel besser aufnehmen können, da ich noch frisch und munter war, an vieles konnte ich mich vom letzten Mal gar nicht mehr erinnern, Vermutlich war ich da bereits etwas müde und wollte einfach heil hinunterkommen. Ich werde diesen Weg also nur noch im Aufstieg gehen.  

Oben angelangt geht es rechts noch etwa 150 Meter zur Hohenegg, von dort führt ein Weg wieder nach Bauma hinunter. Aussicht gibt es auf Hohenegg keine. Nach links geht es dem schönen breiten Grat entlang weiter, bis zu einem Bauerngut dann nochmals leicht hoch und der Tännler ist erreicht, grad bevor es wieder hinunter geht. Wie auf Hohenegg gibt es auch hier einen Tisch mit zwei Bänken, die natürlich heute bereits belegt waren. So setzte ich mich ins Laub, ass mein Mittagessen und genoss die Aussicht. Mein Blick schweift über die hügelige Landschaft des Züri-Oberland bis zum Säntis weit im Hintergrund. Da und dort hört man Kuhglocken, die Idylle wäre fast perfekt ohne den Motorenlärm, vermutlich von Motorsägen oder Laubbläsern verursacht. Bald machte ich mich wieder auf den Weg, etwas weiter unten gelangte ich zur Fahrstrasse die zum Restaurant Sunnenhof hinaufführt. Bald fand ich die Verursacher des Motorenlärms, Waldarbeiter waren weiter oben am Werk. Danach kam ein Stück Weg mit wunderbarer Aussicht in die Berge, gefolgt von einem letzten kurzen Aufstieg bis zur Ghöchweid, wo es nach rechts weiter zum Bachtel und links nach Steg oder Fischenthal geht,

Beim nächsten Wegweiser kurz darauf stand nur noch Steg drauf, ich wusste aber, dass ich da vor drei Jahren hochkam. Ein Weg führt rechts ab, endet aber bei der kleinen Pfadihütte, wo ich damals rastete. Heute waren Leute drin. Ich stieg das steile Weideland am linken Rand folgend ab, es scheint, dass der frühere Wanderweg inzwischen aufgehoben worden ist, doch da kein Vieh mehr weidet, ging das ganz gut. Der offizielle Weg wäre wesentlich länger gewesen, bald traf ich auch schon wieder auf diesen, durchquerte noch den Weiler Würz, und sah bereits auf Fischenthal hinunter. Das letzte Wegstück folgt der steilen Strasse, doch nach ein paar Kehren ist man unten und auch schon fast beim Bahnhof angelangt. 

Es reichte mir grad noch auf die nächste Bahn, sonst hätte ich warten müssen, der Zug verkehrt stündlich entweder in Richtung Winterthur oder in Richtung Rüti. So kam ich früh wieder nach Zürich-Oerlikon zurück, noch bevor es kühl und dunkel wurde, zufrieden und dankbar, dass ich ein paar schöne Stunden an der frischen Luft, an der Sonne und im Wald verbringen durfte. 

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