Zürichsee-Rundweg (Pfäffikon-Schindellegi

Zürichsee-Rundweg Route 84 (Pfäffikon-Schindellegi)

Mittwoch, 24. März 2021, ca. 4 h, 11,8 km, 732m 385 m

Geplant hatte ich zwar, die nächste Etappe in Altendorf zu beginnen, doch ich habe an jenem Morgen etwas getrödelt und so verspätete sich mein Aufbruch leicht. Statt mich zuerst während einer Stunde warm zu laufen machte ich mich gleich an den Anstieg zum Etzel. Zwei Tage später stellte ich dann fest, dass ich beim Wegstück zwischen Altendorf und Pfäffikon nicht viel verpasst habe. In der Bäckerei Conditorei Wüst kaufte ich noch ein Gebäck, einen Nussgipfel. Als ich diesen später verspeiste, schmeckte der so phantastisch, er war bis zum letzten Bissen von der traumhaften Nussmischung gefüllt, dass ich Bestnote zusprach. Bei Nussgipfel gebe ich nicht so leicht ein gutes Urteil ab, zu oft schon wurde ich arg enttäuscht von dem was da alles als Nussgipfel angeboten wird. Jetzt ist die Messlatte noch etwas höher angesetzt.

Kaum hatte ich das Ortszentrum hinter mir, begann der Anstieg mit Stufen. Ich überquerte die Hauptstrasse, kam bald auf die andere Seite der Autobahn und dabei immer höher hinauf.

Die Passhöhe ist auf dem Wanderwegweiser mit St. Meinrad angegeben, bis dorthin verläuft der Jakobsweg und der Zürichsee-Rundweg parallel. Weiter oben sind mir dann zwei junge Jakobspilger begegnet. Ansonsten begegnete ich bis zur Etzel Kulm nicht sehr vielen Menschen. Erst dort oben fand ich weitere Wanderer vor, die dort rasteten. Vermutlich kamen die meisten von der anderen Seite hoch, die weit weniger steil verläuft.

Es wäre auch möglich, ab Pfäffikon ein Stück mit dem Bus hochzufahren, entweder bis zum Restaurant Luegeten, da könnte man vorher noch einkehren, sofern offen ist, oder bis zur Abzweigung Etzelpass. Danach geht es weit weniger steil aufwärts. Man durchquert ein Hochmoor, geht auf Waldwegen und erst kurz vor dem Pass folgen nochmals ein paar steile Stufen und dann ist man bereits oben auf 950 m angelangt. Ich hatte Wanderstöcke dabei aber die Flachlandwanderschuhe angezogen, habe, als Städterin nicht mehr daran gedacht, dass weiter oben noch Schnee liegt, zumindest nicht in der Nähe von Zürich. Ab etwa 700 Meter Höhe war der Weg schneebedeckt, weicher Sulzschnee zwar, aber ein wenig rutschig. Das Hochlaufen ging recht gut mit den Stöcken, doch meine Füsse fühlten sich ein bisschen feucht an. Die Schönwetter-Flachlandschuhe Lowa Innox Pro GTX sind trotz gore tex eben doch nicht wirklich wasserdicht ☹

Bevor ich mich an den letzten aber strengsten Teil des Tages machte, den restlichen aber steilen 150 Höhenmeter bis zum Etzel Kulm, stattete ich der Kapelle St. Meinrad einen kurzen Besuch ab. Das Wissen, dass mich oben eine prachtvolle Rundsicht, (und natürlich mein Nussgipfel) erwartete, hat mir die nötige Motivation gegeben, zügig hochzulaufen. Der Weg verläuft im Wald und da ist es recht zügig. Oben fand ich eine Sitzgelegenheit an der Sonne für meine Mittagspause und genoss dabei die Aussicht auf die schneebedeckten Berge. Bald machte ich mich an den Abstieg, ich hatte etwas Bedenken, wie es wohl sein wird. Doch der Weg verläuft viel weniger steil und im weichen Schnee fand ich guten Halt. Bald kam ich zur Sihl und nochmals zu einem Naturschutzgebiet mit Weiher, im Sommer sicher sehr schön. Danach verläuft der Weg mehrheitlich flach nahe dem Sihlufer entlang bis nach Schindellegi, von wo ich dann die Heimreise antrat.   

das erste Wegstück mit Schnee, später dann mehr davon

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