Sagenraintobel

Wanderung ab Wald zur Alp Scheidegg und Hüttkopf nach Fischenthal

Sonntag, 02. Juni 2019 ca. 3 ½- 4h, 10,7km, ca. 665m 457m

Was früher als die Lebensader des Züri-Oberland galt, ist heute ein abwechslungsreiches Naherholungsgebiet des modernen Menschen, der seine Erwerbstätigkeit meist vor einem Bildschirm hockend verbringt und sich deshalb in seiner freien Zeit an den Naturschönheiten erfreuen möchte und dabei einer körperlichen Ertüchtigung nachgehen darf. Ich rede von den vielen Tobeln, die im Züri-Oberland vorzufinden sind. Die Kraft des Wassers kam früher in den vielen Fabriken zum Einsatz, Spuren der Industriegeschichte sind da und dort noch vorzufinden. Das Sagenraintobel bei Wald mit dem Schmittenbach ist nur eines davon.

An diesem warmen Sonntag hatte ich nicht das Ziel, Neues zu entdecken, ich wollte einfach etwas  laufen und dazu eignet sich das Oberland ja bestens. Denn sowohl im Sagenraintobel wie auf dem Hüttkopf war ich bereits, jedoch in anderen Gehvarianten.

Vom Bahnhof Wald lief ich durch den Ortskern an einigen Strassencafés vorbei, die ich aber links liegen liess, denn heute haben sie dort keinen Mangel an Kundschaft. Später bog ich rechts ab und folgte der Strasse entlang dem Wegweiser zur Scheidegg. Der Einstieg ins Sagenraintobel darf nicht verfehlt werden, der befindet sich vor einer Linkskurve zwischen zwei Häuserblocks, es ist zwar ein Hinweis angebracht worden. Danach muss noch die Bahn überquert werden und gleich beginnt der schöne Tobelweg der an Wasserfällen vorbei und über mehrere Brücken führt. Es gibt da ganz viele Wegvarianten, wie zum Beispiel der Aufstieg zur Züricher Höhenklinik, von wo dann mit dem Bus wieder nach Wald hinuntergefahren werden kann, oder man nimmt den Abstieg ins Goldingertal unter die Füsse.

Nach Tüfi, mit den teilweise vernachlässigten Bauernhöfen, führt der Weg hinauf zum Waldrand und dort hat es noch ein Ruhebänkli, danach aber geht es recht zur Sache, es wird nun steiler. Noch zirka 300 Höhenmeter sind zu bewältigen, bis zur Alp Scheidegg. Danach fällt der Weg wieder leicht ab, bis zum Anstieg für den Hüttkopf, einem grünen Hügel mit viel Weitsicht. Auch an der Alp Scheidegg lief ich vorbei, die haben ebenfalls genug Kundschaft von mehreren Ausflüglern oder Gleitschirmflieger. Ich hielt meine längere Pause am Schatten kurz unterhalb dem Hüttkopf, denn ich wusste noch von einem anderen Mal, dass es oben sehr zügig ist. Als ich nach dem letzten steilen Anstieg den Hüttkopf erreichte, war grad der grosse Ansturm vorbei, den ich vorher wahrnahm, ich hatte den Hügel nun für mich alleine.

2019_06_02_Wald-Fischenthal1_web

Nachdem ich die tolle Rundsicht der schneebedeckten Bergen zwischen dem Hohen Kasten über den Säntis bis zum Rigi genossen habe, machte ich mich an den Abstieg über Tannen nach Fischenthal. Dieses Wegstück kannte ich bereits, so bin ich vor etwa drei Jahren zum Hüttkopf aufgestiegen. Der Weg ist angenehm zu gehen, einem Wiesenpfad folgend und am Ende noch ganz wenig auf steilem Kiesweg. Die ganze Route hat mir sehr gut gefallen, vor allem, weil man kaum auf Hartbelag gehen muss, ausser ganz am Anfang und am Schluss. Rastplätze zum Picknicken wären ebenfalls genügend vorzufinden.

Die Distanz und die Höhenmeter sind für eine gemütliche Sonntagswanderung somit perfekt. Der angefügte Link zeigt die Karte wie das Höhenprofil auf und beschreibt die Wanderung ebenfalls recht gut.

WegWandern.ch_Wald-Alp Scheidegg-Fischenthal

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