Reise nach Bergün

Ankunft in Bergün und Wanderung zum Zwerglistein

Freitag, 10. August 2018 Vormittag Zürich-Chur SBB, Thusis über Tiefencastel bis Bergün mit RhB

Kurze Wanderung ca.2.5-2h und je 250 m

Die Albulastrecke der Rhätischen Bahn beginnt gleich nach Thusis, sobald der Zug in die Schynschlucht einfährt. Vor zehn Jahren wurde diese Strecke in die UNESCO Welterbeliste aufgenommen. In mehreren Kehrtunnels und über spektakuläre Viadukte klettert die RhB das Albulatal hoch, bevor sie dann im Val Bever wieder aus dem Berg herauskommt. Insgesamt müssen 39 Tunnels, 55 Brücken und über 1000 Höhenmetern  überwunden werden. Kaum zu glauben, dass diese Meisterleistung der Bahnbautechnik  bereits seit über Hundert Jahren besteht, Die Bahnstrecke wurde zwischen 1903 und 1910 gebaut.

In Chur stiegen Claudia und ich von der SBB in die RhB um. Eine Fahrt mit der RhB gilt für mich immer noch als das ultimative Bahnerlebnis, was auf den Hauptstrecken der SBB nicht mehr unbedingt der Fall ist. Zuerst die Fahrt durch’s Domleschg, wo mit etwas Glück ein Blick auf eine der vielen Burgen geworfen werden kann. Eine halbe Stunde später trafen wir in Thusis ein. Und nun beginnt das Bahnerlebnis.

Den Teilabschnitt, von Bergün bis Spinas im Val Bever möchten wir in den kommenden Tagen zu Fuss zurücklegen, sofern das Wetter mitspielt. So werden wir die Gelegenheit haben, da und dort einen Blick auf ein Viadukt zu werfen. Es ist auch möglich, die ganze Strecke von Thusis bis Tirano in etwa 10 Tagesetappen zu wandern. Diese Weitwanderung ist gut ausgeschildert und mit „Via Albula/Bernina“ benannt.

Bergün erwartete uns mit bedecktem Himmel und ziemlich kühlen Temperaturen. Mit Rucksack und Rollkoffern machten Claudia und ich uns auf den Weg zum Kurhaus, wo wir die nächsten drei Tage stationiert sind. Dieses Haus, im Jugendstil-Interieur wurde kurz nach der Eröffnung der Albulalinie in Betrieb genommen und wer nun denkt, dieses Haus hätte seine guten Jahre hinter sich, würde staunen wie professionell dieses geführt wird. In sanfter Renovation in denkmalplegerischem Sinn wurde das Gebäude samt Umschwung instand gestellt und erhielt dafür im Jahr 2012 die Auszeichnung als „historisches Hotel“.

Wir bezogen unser Zimmer im ersten Stock, und machten uns etwas später auf zu einem Spaziergang oder Kurzwanderung auf der andern Seite der Albula entlang, unterhalb der Skilifte Richtung Filisur. Der Weg stieg ganz leicht an, wir laufen an moosüberwachsenen Borden entlang. Etwas später zweigen wir links ab hinauf zum Zwerglistein, einem grossen Felsspalten, den, einer Sage nach, ein Zwergenvölklein aus Zorn entzweigespalten hat. Auf weichem Waldboden folgten wir dem Lauf des „Holzlehrpfades“bis wir wieder zurück zum Ausgangsort kamen. Das war somit unser „amuse bouche“ resp. der Auftakt zu unseren folgenden Tagen.

Nach einem Kaffee besuchten wir noch das Ortsmuseum, ein typisches Engadinerhaus das den Besuchern Leben und Schaffen in früheren Zeiten näherbringt.

Nach einem feinen Abendessen folgt nun die erste Nacht in den Bergen.

Bergün Crestota

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