Gratwanderung im Niederurnentäli (Hirzli)

Planggenstock und Hirzli Rundwanderung

Freitag, 22. September 2017 ca.4 1/2 h / 700m Auf-/Abstieg

Im Niederurnentäli war ich noch nie, obwohl dieses von Zürich so gut zu erreichen ist. Mit dem Glarnerbus ab Ziegelbrücke sind es nur drei Stationen und dann noch zehn Minuten zu laufen bis zur Seilbahn, die zum Morgenholz 982 M.ü.M. hinaufführt Die Retourfahrt kostet 18.- Franken, dafür ist die Bahn abends bis 18.30 Uhr in Betrieb. Das passt für eine Wanderung im Herbst wunderbar, so kann man den ganzen Nachmittag noch in der Höhe geniessen. Ich war um 16 Uhr noch auf dem Hirzli, es war schön und warm und die Aussicht prächtig.

Ich hatte die dreistündige Rundwanderung zur Muesalp geplant. Ein Waldweg führt leicht aufwärts zu einem grossen Spiel- und Picknickplatz. Ich folgte weiter dem Weg, der mit Siebnen angeschrieben war. Bei der nächsten Verzweigung nahm ich den Weg nach rechts zur Muesalp und Planggenstock. Die Muesenalp liegt auf fast vierzehnhundert Meter und man hat bereits da eine schöne Aussicht auf die Glarneralpen. Von da aus gibt es zwei Möglichkeiten weiter zu wandern. Ich wählte den oberen Weg zum Planggenstock. Zuerst ging es einen Wiesenhang hinauf und dann folgte ein Gratweg mit ein paar Stellen, an denen man sich keinen Fehltritt erlauben dürfte. Recht unangenehm jedoch fand ich die Gatter aus Stahlrohr, über die man klettern muss, da sie sich nicht öffnen lassen. Das Gelände besteht vorwiegend aus Nagelfluh im Gegensatz zu den anderen Glarnerberge, die meist aus Kalkstein sind. Zusammen mit den losen und ausgewaschenen Wurzeln  war der Weg somit recht holprig und rauh. Kurz vor dem Planggemstock ging’s nochmals etwas aufwärts bis zum Gipfelkreuz. Es war angenehm warm am frühen Nachmittag, so verblieb ich eine gute Weile und ass zu Mittag. Das Warnschild, dass der Gratweg zwischen Planggenstock und Hirzli nur für trittsichere und schwindelfreie Wanderer empfohlen sei, liess mich etwas zögern, denn der Weg bis hierher war auch kein Spaziergang, jedoch ohne Warnschild. Was würde  mich also noch erwarten?

Ein Wanderer konnte mir dann versichern, dass der folgende Gratweg etwa mit dem bereits gegangenen vergleichbar wäre, dass sich der Aufwand aber unbedingt lohne, da der Ausblick vom Hirzli ganz toll sei. So wagte ich mich dann schliesslich doch noch über den Grat zum Hirzli. Der Weg war nicht schwindelerregend, schmal zwar und teilweise abschüssig, doch meistens unproblematisch, bis auf eine Stelle, die aber mit einem Drahtseil gesichert ist. Noch ein kurzer Anstieg folgte und dann war ich auf dem Hirzli und genoss die atemberaubende Aussicht über den Walensee, die Glarnerberge und in die Zentralschweiz. Ich konnte mich kaum zum Abstieg bewegen, so schön war es dort oben.

Der Abstieg war recht steil mit vielen Kehren durch den Wald und am Ende auf einem Schotterweg, dessen Kurven nicht mehr enden wollten, dafür kam ich direkt zur Seilbahnstation. Für den Abstieg brauchte ich eineinhalb Stunden zwei kurze Pausen eingerechnet, oben war der Weg mit einer Stunde angegeben.

Die Seilbahn brachte mich in zehn Minuten ins Tal hinunter nach Niederurnen und der Glarnerbus nach Ziegelbrücke zurück. Dieses Tal, so nahe gelegen, werde ich wieder besuchen, vielleicht auch einmal im Winter.

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