Langwies-Tschiertschen

von Langwies nach Tschiertschen,  (Jakobsweg Graubünden_Etappe 10)

Samstag, 24. August 2019 ca.  4h, ca. 12 km, ⇑ 660m ⇓ 700m

Heute ist bereits der letzte Tag meiner diesjährigen Mehrtageswanderung. Die heutige Etappe wird mich durchs Schanfigg führen. Vom Dorfplatz Langwies lief ich entlang dem Sapünbach hinab bis dessen Mündung in die Plessur.

Strasse nach Arosa über das Langwieserviadukt

Der Plessur werde ich nun folgen, jedoch nicht bis Chur. Es wird auch keine Wanderung entlang dem Fluss sein, sondern eine, mit viel auf- und wieder abwärts. Kaum hatte ich den Fluss überquert, ging es schon wieder steil in die Höhe, dafür kam ich rasch zu einem Aussichtsbänkli an der Sonne. Da blieb ich gleich eine Weile sitzen und schaute auf die andere Talseite hinüber, auf die Dörfer, die an den Hängen der Hochwang vor langer Zeit entstanden sind. Es sind fast ausschliesslich Holzhäuser, wie sie für die Walsersiedlungen typisch sind.

Das Hochwanggebiet hat auch Bergbahnen, mit Winter- und auch Sommerbetrieb bis im 2018. Nun jedoch scheinen die Bahnen im Sommer still zu stehen, was auch immer die Gründe dafür sein mögen. Vielleicht können sie mit Arosa nicht mehr mithalten, da heute das Sommergeschäft weit mehr als nur Berg- und Talfahrten für Wanderer anbieten muss, damit sich der Betrieb auch lohnt. Nun ja, nicht einmal mir war das Gebiet bekannt.

Bei Molinis hatte ich ungefähr die Hälfte meines Weges erreicht. Ich ging nicht ins Dorf, sondern lief weiter. Denn für das Erledigen meines natürlichen Bedürfnisses steht beim Wekplatz ein Kompotoi. Ich benutzte zum ersten Mal so eins und mir sind die sympatisch.

Nun geht es aber gleich wieder aufwärts, teils über Wiesen, dann wieder auf Kiesstrassen oder auch einmal auf Hartbelag. Zwischendurch komme ich immer wieder in den Wald. Die Wege sind vom starken Regen recht rutschig geworden, so dass ich vorsichtig gehen musste.

Ich habe mit Mactar vereinbart, dass er mir entgegen laufen werde, sobald er in Tschiertschen ankommt. Auf einem Stein sitzend ruhte ich mich nochmals etwas aus, es blieb mir noch etwa eine Stunde Weg übrig und so schnell werde ich nicht auf Mactar treffen, dachte ich. Doch als ich nichts ahnend einen weiteren, steilen Anstieg bei rutschigem Weg meisterte, stand er plötzlich oben. So gingen wir das letzte Stück meiner diesjährigen „Weit(en) Wanderung noch gemeinsam. Er hatte natürlich den Vorteil, zu wissen, wie weit es noch aufwärts geht, im Gegensatz zu mir, die es nicht erwarten kann, endlich ebenaus weiterlaufen zu dürfen. Bei Rütnabödeli trafen wir endlich auf den Kiesweg, dafür war ich nun dankbar. Bald kamen wir zur Alten Sägerei von Tschiertschen, wo es wieder einmal Bänkli gab. Endlich komme ich zum späten Mittagessen, Hunger hätte ich schon lange gehabt, doch habe ich keinen guten Platz zum absitzen gefunden.

Anschliessend liefen wir zum Dorf weiter und bis zum Auto, der Parkplatz befindet sich am anderen Dorfende. Wir wechselten die Schuhe und suchten unsere Sachen für die Übernachtung in der Pension Weisshorn zusammen.

Tschiertschen gehört ebenfalls zum Schanfigg, liegt jedoch schon recht nahe bei Chur. Es hat einen dörflichen Charakter, die typischen braune Holzhäuser und bietet Wintersportmöglichkeiten an. Im Sommer richten sie sich an Wanderer und Familien. Ein Themenweg, ein Spielplatz und ein Picknickplatz stehen zur Verfügung. Ganz speziell ist die tolle Rundsicht. Ein Ort also für den es sich lohnt, einmal einen Abstecher zu wagen.

Tschiertschen

Richtig bewusst, dass das nun das E N D E ist, wurde mir erst am nächsten Tag, als wir noch kurz zum Aussichtshügel hinauf gingen und ich nochmals die Berge rundum bestaunte.

Etappe 10, Langwies-Tschiertschen, aus schweizmobil.ch mit Karte

 

 

 

 

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