Julierpass-Fuorcla Grevasalvas-Maloja

Julierpass – Fuorcla Grevasalvas – Maloja (Via Alpina)

Mittwoch, 16. August 2017, ca. 4-5 Stunden

Heute bin ich im Bergell angekommen, denn Maloja gehört politisch zum Bergell, geographisch jedoch zum Oberengadin. Ich habe letzte Nacht gut geschlafen im kürzlich renovierten Hospiz (Ospizo La Verduta). Gleich nach dem Frühstück wanderte ich los, bei Nebel und leichtem Nieseln. Unmittelbar gegenüber dem Hospitz beginnt der Wanderweg direkt mit einem steilen Aufstieg über Steinbrocken. Danach folgte ein kurzer und ebenfalls steiler Abstieg und ich kam zum See (Lej Grevasalvas). Es hatte aufgehört zu regnen, doch der Nebel war immer noch dicht. Zum Glück war der Weg tadellos markiert, die Sicht reichte für mindestens drei Wegmarkierungen voraus. Die Möglichkeit, nun noch umzukehren liess ich somit fallen, ich war froh, diesen Weg nicht mehr zurück gehen zu müssen.

Nun folgte ein langes Stück entlang Alpweiden mit wenig Steigung da konnte ich meine Kräfte sparen für das, was noch kommt. (nur wusste ich davon noch nichts) Die Fuorcla war eine Geröllkante, also grosse Steinbrocken zum drüber balancieren und gelegentlich losem Schotter. (leider habe ich diese Information irgendwo übersehen) Gemächlich arbeitete ich mich höher und höher über die Steine, bis ich oben ankam.

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auf der Fuorcla Grevasalvas
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Blick auf den Silsersee
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Das Dörflein Grevasalvas

Frostig und windig war’s oben, dafür konnte ich bis hinunter zum Silsersee sehen.Auch das Dörflein Grevasalvas war bereits zu erkennen.

Ich machte mich sogleich an den Abstieg, der, wie ich vermutet habe, genauso im Geröll verläuft. Ich musste vorsichtig sein, um nie das Gleichgewicht auf einem der grossen Brocken zu verlieren. Wunderschöne Gesteinsformationen hat es da, oben zuerst Gneis, dann mal eisenerzhaltiges-  und später mehrschichtiges. Auch ein versteinerter Zweig bekam ich zu sehen. Die grossen Brocken waren interessant, trotzdem war ich froh, endlich in festere felsige Abschnitte mit Grasfeldern zu gelangen. Es dauerte noch bis ich in Gevasalvas, einer schön erhaltenen  Maiensässsiedlung (diente 1978 als Dorf für den Heidifilm), ankam. Der Weg führte leicht aufwärts nach Blaunca, einer weiteren nostalgischen Siedlung, danach ging es nochmals recht steil den Hang hinunter bis nach Maloja.

Ab Mittag kam die Sonne, es wurde teilweise in windstillen Ecken fast zu warm, wegen der Verdunstungswärme. So hatte ich Glück mit dem Wetter, wäre schade, hätte ich auf die Wanderung verzichtet. Trotzdem fand ich diesen Übergang recht anstrengend aufgrund des langen Abschnittes im Geröll. Morgen ist Pausentag, ich werde etwas im Bergell wandern gehen.

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Blick von Maloja hinauf zur Fuorcla Grevasalvas (Einschnitt)

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