über den Tomülpass nach Vals

Safien Turrahus-Tomülpass-Riedboda-Vals  (Walserweg Etappe 3)

Montag, 15. August 2016 ca. 5 Stunden resp. ca. 4 bis Rifawald ob Vals

Gestern Abend gab’s noch ein heftiges Gewitter mit Blitz und Donner, die in den Bergen und in dem 300 Jahre alten Holzhaus um einiges heftiger waren, als ich es mir aus Zürich gewohnt war. Doch am Morgen sah es wieder recht gut aus. Der ganze Talboden lag noch im Schatten, als ich um halb acht loswanderte und langsam und gemächlich Kurve um Kurve den bequemen Weg zum Tomülpass unter die Füsse nahm. Der Weg wurde im 2.Weltkrieg von polnischen Internierten angelegt. Die alte Pflästerung ist noch gut sichtbar, teils stützen Trockenmauern den Wag ab. Anscheinend hatte der Pass früher nur eine untergeordnete Bedeutung als Transitroute, da beide Talschaften nach Süden orientiert waren.

Als ich dann, nach fast zwei Stunden, endlich an die Sonne kam, machte ich kurz Rast. Ein letzter Blick zurück ins Safiental werfend, auf die Rabiusa (die Wilde) die ganz wenig Wasser führte, jedoch rechts und links viel Sand und Kies angeschwemmt hat. Weit hinten muss der Safierberg sein, der hinüber nach Splügen führt. 

10_Bergen Safiental

Eine gute Dreiviertelstunde später kam ich oben auf dem Pass an, lief aber gleich weiter, bereits wieder abwärts bis zur Alp Tomül. Dort kann man Milch und Joghurt haben, davon machte ich Gebrauch, um mein spärliches Mittagessen etwas aufzubessern. Dazu ass ich die Energieriegel aus dem Lädeli in Safien-Platz. Die Alp lag voll im Schatten, ein paar graue Wolken verdeckten die Sonne, es war ungemütlich kalt, so verabschiedete ich mich bald wieder.

Nach einem Felsentor bot sich mir ein ganz anderes Bild. Vorbei die steilen grünen Hänge rechts und links, das Blickfeld weitet sich ins Tal hinunter bis ins Lungnez, sogar die Glarner Berge sah ich im Hintergrund. Ein ganz klarer Bach zog sanft dahin, ich erreichte den Riedboda. Eine so liebliche Ebene mit einigen grösseren Steinbrocken, einem ehemaligen Kalkofen und einem Hirtenunterstand sowie ganz speziellen Felsformationen.

Hier hielt ich meine Mittagsrast und ass mein karges Mahl, hartes Stückchen Brot mit etwas Trockenfleisch, dazu einen Apfel und zwei Choc-Ovo, mehr hat’s nicht ausser noch ein paar Nüssen. Den restlichen Weg nahm ich gemütlich, es ging bald durch den Wald abwärts, doch habe ich mir den Luxus eines Alpintaxis geleistet, den Valser Wanderbus, der nur auf Voranmeldung und bei einer Minimalbesetzung von 4 Fahrgästen kommt. Doch da ich versicherte, die 4 Plätze zu übernehmen, kam er mich im Rifawald oben abholen. Somit ersparte ich mir wiederum ein paar Hundert Meter Abstieg für nur 35.- Franken. und mein vierter Wandertag endet wiederum „unbeschadet“, die „nur“ 700 Höhenmeter Auf-/ und Abstieg haben meine Knie recht gut überstanden.

In Vals leiste ich mir eine recht komfortable Unterkunft im Hotel Alpina (WC und Dusche im Zimmer und sogar TV) zudem genoss ich ein leckeres Abendessen, einen Salat und eine Portion Capuns. Vor dem Schlafen überlegte ich mir noch eine Wanderung für den nächsten Tag, denn die beiden folgenden Tage wären „Pausentage“, doch da ich immer noch fit bin, nutze ich die, um das Valsertal zu erkunden.

 

 

Aufstieg zum Tomülpass

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