Wanderung im Safiental von Safien-Platz nach Safien-Turahus

 

Safien-Platz nach Safien Turrahus / Walserweg Etappe 4

Sonntag, 14. August 2016, ca. 4.5h, ab Mura ca. 3.5h

Der Tag erwartete mich wieder wolkenlos, die Sonne weckte mich früh auf. Zwar hätte ich jetzt Fensterläden gehabt, denn ich wurde umgesiedelt in den 1.Stock, Zimmer mit Balkon talseitig. Gestern ist im 3.Stock eine Gruppe mit Kindern (Singgruppe) die hier ein Lager durchführen, eingezogen. Heute werde ich die Pension Alpenblick verlassen und weiterziehen. Diesem über hundert jährigem Gasthaus wünsche ich recht viel Erfolg, die geben sich alle erdenkliche Mühe, den unterschiedlichen Bedürfnissen ihrer Gäste gerecht zu werden. Nostalgie zusammen mit den heutigen Ansprüchen an Komfort stellen eine Herausforderung dar, so sind Duschen halt immer noch sehr spärlich vorhanden, nichts desto Trotz durfte ich sogar die Personaldusche nutzen. 

08_Camanaboda
Stall auf Camanaboda
 Das Wegstück von Safien-Platz nach Camanaboden möchte ich nicht nochmals gehen, da hat es mir zu viel Hartbelag. So blieb ich noch etwas länger im Postauto sitzen und stieg an der Haltestelle Mura aus. Nach etwa 200 m der Strasse entlang bog der Weg rechts ab hinauf nach Camana. Nach etwa 1,5 Stunden erreichte ich ziemlich unbeschadet mit voll geladenem Rucksack die Camaner Hütte auf 1925m, Zeit für die erste Rast. Die Sonne brannte erbarmungslos und Schatten gabs nur grad bei den Hütten. Etwas später leistete ich mir eine längere Mittagspause bei der Bächerhütte, wo ich bereits am Freitag vorbei kam. Der gesamte obere Weg ab Camanaboda bis hinten nach Thalkirch war ein leicht begehbarer und wunderschöner Alpweg dem später noch ein Waldstück folgte. Ganz besonders hat mir auch das letzte Stück zwischen Thalkirch und Turahus gefallen. In der letzten halben Stunde führte dieser zuerst zwischen Flechtzäunen hindurch, dann Wasserläufen entlang, sowohl das Plätschern wie die Gerüche der Pflanzen sog ich genüsslich auf.

12_Flechtzaun Thalkirch
Flechtzaun bei Safien Talkirch

 

Es war ein guter Entscheid, die heutige Etappe wiederum ein bisschen abzukürzen, durch das Einsparen von ca 1h Weg und etwa 300 Höhenmetern fühle ich mich nach der Dusche wieder tip top. Zudem hatte ich auch noch Glück, das Massenlager bleibt mir erspart, man hat mir ein freies Zimmer angeboten, so werde ich morgen ausgeruht aufstehen, denn morgen werde ich das Safiental verlassen und über den Tomülpass Richtung Vals wandern

Das Tal, mit seinen grünen Hängen und weit zerstreuten Höfen und Ställen auf der einen Talseite und den noch steileren aber äusserst grünen und felsigen Hang auf der andern Seite gefällt mir sehr. Es stellt eine seltene Ursprünglichkeit dar. Die Zeit läuft langsamer hier, wo der Fahrer des Postautos auch mal mitten auf der Fahrbahn stehen bleibt, um mit einem Fahrer eines entgegenkommenden Fahrzeuges einen Schwatz abzuhalten. Die Postautofahrer sind überhaupt sehr gesprächig und freundlich, erklären während der Fahrt so vieles über das Tal. Sechs Kurse gibt es pro Tag, das ist für Wanderer geradezu ideal.

Ich hoffe, dass das Tal mit sanftem Tourismus eine Zukunft hat und dies somit ein Beitrag zu Existenzsicherung der Talbevölkerung bildet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s