Via Gottardo Etappe 1, Basel – Liestal

Basel → Liestal, 20 km 5h,20 min und 520m ↑ und 480m ↓

Donnerstag,24. April 2025

Meine Erwartungen waren nicht allzu gross, als ich mich aufmachte, um die Etappe 1 der Via Gottardo zu laufen. Ich war schon mehrmals in Basel und auch schon am Rheinufer entlang spaziert. Die Wetterprognosen waren ebenfalls nicht vielversprechend, bewölkt und relativ kühl.

Doch wie dann so oft, kommt es anders, als man denkt und ich war angenehm überrascht, was mich bei den gut neun Kilometern erwartete. Angefangen mit den Wandbildern in der Bahnhofhalle, denen ich diesmal Beachtung schenkte.

Beim Verlassen der Halle kommt man sogleich zur Elisabethenanlage und trifft auf das Strassburger Denkmal. Dieses wurde 1895 vom französischen Bildhauer Frédéric-Auguste Bartholdi erschaffen und als Dank für die Unterstützung der Schweizer an die Bevölkerung der schwer beschossenen französischen Stadt Strassburg gestiftet. 

Durch das St. Alban-Tor geht es dann zum Rheinufer hinunter, wobei man an der alten Papiermühle vorbeikommt. Das Museum hatte leider noch zu. Dann geht es weiter dem Rheinufer entlang und vorwiegend durch eine Parkanlage, der Weg ist zwar geteert, doch ein Wiesenstreifen daneben erlaubt es auf weichem Boden zu laufen.

Erst bei der Kraftwerkinsel wird es dann für die folgende halbe Stunde eher langweilig, bis der Weg etwas oberhalb des Rheins beim Restaurant Waldhaus vorbei weiterführt. Dann trennen sich zwei Hauptwanderrouten, die ViaRhenana führt nach Rheinfelden, die Route Nummer 7 nach Muttenz und Liestal.

Muttenz ist ein Rangierbahnhof, so viele Geleise nebeneinander sieht man selten. Zudem wird grad aufwendig umgebaut. Es gibt eine provisorische Brücke und zum Glück ist alles gut signalisiert.

Klein und unscheinbar steht dann der Bahnhof für den Personenverkehr auf der anderen Seite. Ich wollte noch ins Dorf. Dann begann zu regnen und ich musste doch noch die Regensachen auspacken.

Beim Gemeindehaus angelangt, machte ich für den Tag Schluss und nahm den Bus zurück zum Bahnhof. Bis Liestal sind es noch drei Stunden Weg, ich freue mich, die Etappe 1 demnächst fortsetzen zu dürfen.

Freitag, 02. Mai 2025

Bei diesem Streckenabschnitt zwischen Muttenz und Liestal steht ein Blick ins Mittelalter bevor, die Ruinen Wartenberg.

Am Bahnhof Muttenz nahm ich den Linienbus bis ins Dorf zur Haltestelle Mittenza und bin somit gleich beim Schmuckstück des Dorfes angelangt, der St. Arbogast-Kirche.

Ich bin an jenem Tag eine Stunde später als geplant zuhause los, so verzichtete ich leider darauf, der Kirche einen Besuch abzustatten. Für jenen Tag waren Rekords Temperaturen vorausgesagt, es soll etwa achtundzwanzig Grad warm werden.

Der Wartenberg ist zwar nicht sehr hoch, doch es stehen zwei steilere aber kurze, Aufstiege bevor. Oben angelangt, wird man dafür mit einer fantastischen Weitsicht bis in die Vogesen belohnt.

Die Vordere Ruine ist die grösste der dreien, die Mittlere besteht noch aus einem Turm, indem eine Treppe nach oben führt, an der hinteren lief ich weiter.

Der Hügelzug führt danach mal abwärts und dann wieder aufwärts weiter zur Schauenburg, doch diese konnte nicht besichtigt werden, sie war eingerüstet.

Kurz bevor man Liestal erreicht, kann man noch die Überreste einer Römischen Villa besichtigen. Der Zugang dorthin ist so gut beschildert, dass ich anschliessend grosse Mühe hatte, wieder auf den richtigen Weg zu kommen, denn dieser führt noch ein ganz kleines Stück aufwärts bis man dann zum Tierpark gelangt. Durch Quartierstrassen erreicht man den Bahnhof von der hinteren Seite her.

Mit diesem Teilstück der Via Gottardo sind nun die 120 km von Basel bis Luzern geschafft. Von Luzern verläuft die historische Route via Seeweg, denn die Axenstrasse gibt es ja erst seit 1865.  

Ich werde nun ein paar Wochen pausieren und danach im Kanton Uri weiterwandern, darauf freue ich mich bereits sehr. 😊

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