Zofingen → Sursee, 26km 6h 45min und 580m ↑ und 500m ↓
Dienstag, 08. April 2025
Kurz nach neu Uhr ist mein Zug von Lenzburg kommend in Zofingen eingefahren und, obwohl ich erst vor drei Tagen ab Zofingen nachhause fuhr, kam mir nun bei meiner Ankunft alles fremd vor. Dann aber bemerkte ich, dass dieser Zug auf einem Nebengeleise einiges weiter hinten einfährt und dass der schöne und moderne Bahnhofplatz ein Stück entfernt ist.
Eine halbe Stunde später sind Altstadt und Wohnsiedlungen hinter mir gelassen, dafür komme ich zum «Galgenweg» an eine Stelle, dessen Flurname auf ein Zeitalter hindeutet, das zum Glück weit hinter uns liegt.



Der Wanderweg führt immer schön dem Waldrand entlang und unterhalb vom Kloster Marienburg weiter nach Reiden. Durch das Wohngebiet muss man sich leider mit geteerten Spazierwegen zufriedengeben. Erst danach folgt ein schöner Waldweg hinauf zur Höchflue, dann weiter auf einer Forststrasse, bis man von weitem eine Kirche erblickt. Dagmersellen ist nicht mehr weit, es geht aber dann doch noch eine halbe Stunde bis ins Dorfzentrum, von wo ich dann sogleich den Bus zum Bahnhof nahm.
Dagmersellen ist in der Tat «keine Reise wert», ich habe weder einen schönen Dorfkern noch sonst etwas von Beachtung wahrgenommen, dafür Industrie, so weit das Auge reicht.
Donnerstag, 10. April 2025
Der zweite Teil der Etappe 5 wartet darauf, erwandert zu werden. Das milde Aprilwetter lockte mich gleich wieder ins Freie. Vom Bahnhof Dagmersellen nahm ich für zwei Stationen den Bus bis Industriepark, wo das Einkaufseldorado und Industrie gleich an der Schnellstrasse angesiedelt ist.
Der Wanderweg führt zum Glück gleich auf der anderen Strassenseite in die Höhe und in den Wald hinein, so dass sehr bald vom Verkehr nichts mehr zu hören ist. Einmal führt der Weg als schmaler Pfad durchs Dickicht, das fast an einen Dschungel erinnert. Kein Mensch weit und breit, nur Waldgeräusche, was für ein Genuss.
Bei Chätzigerhöchi, dem höchsten Punkt von diesem Teilstück, kommt man für kurze Zeit aus dem Wald heraus und sogleich weitet sich vor den Augen ein wunderschönes Panoramabild aus. Ich meinte auch, weit hinten bereits den Sempachersee zu sehen. Diesem darf ich dann später entlanglaufen.
Für jenen Tag plante ich den Abstecher zu einem anderen, viel kleineren See, dem Mauensee, bei St. Erhard, mit der Hoffnung, dort ein gemütliches Plätzchen für meine Mittagspause vorzufinden.




Der Pfad, der um den See herumführt, kann bestimmt nur bei Trockenheit begangen werden, denn es ist sumpfig. Das Gebiet gilt als Naturschutzgebiet und bietet somit ein Paradies für viele Arten von Wasservögeln. Sitzgelegenheiten sucht man jedoch vergebens. Ein Baumstrunk gegen Ende diente mir denn doch noch für die Mittagspause.
Danach lief ich nach Sursee weiter. Es folgt nochmals ein Waldstück, dann kommt man zu den Bahngeleisen und bald darauf zum Bahnhof, an dem grad umfangreiche Bauarbeiten in Gang sind.

Zugänge sind versperrt, Durchgänge mühsam, die Lust, auf Entdeckungstour im Ort ist mir sogleich vergangen, dafür lockte ein Café gleich beim Bahnhof für einen Besuch.
Ich werde an einem anderen Tag bei Etappe 6 noch die Gelegenheit haben, durch den Ortsteil von Sursee zu laufen. Vier Stunden reine Gehzeit reichte mir für jenen Tag, so trat ich nach dem Kaffee die Heimreise an.