Teilstück der Via Alpina, Etappe 4: Richetlipass Wanderung

Dienstag, 20. August 2024: Hinter Durnachtal (Linthal) – Richetlipass – Obererbs (Elm), ca.4 ½ h, und 8,6 km, ⇑ 1034m ⇓ 697m

Höchster Punkt: Richetlipass, 2256m

Um von Elm über den Richetlipass nach Linthal zu wandern, müsste man mit etwa neun oder zehn Stunden reiner Gehzeit rechnen und es wären 1’650, resp. 1’950 Höhenmeter zu überwinden. So sportlich bin ich leider nicht. Zum Glück gibt es Möglichkeiten um abzukürzen.

Mit der Gondelbahn könnten in Elm ein paar hundert Höhenmeter, mit dem Bus bis Obererbs Gehzeit und Höhenmeter, eingespart werden. Auf der Seite Linthal leistet der Service vom Alpentaxi Vollenweider gute Dienste, da sie über die Fahrerlaubnis bis zur Alp Hinter Durnachtal verfügen.

Am morgen früh um sechs erwartete mich der sehr freundliche Fahrer vor dem Hotel Raben. Es stand eine genussvolle Fahrt auf steiler Naturstrasse an Felswänden entlang bevor. (eigentlich schade, dieses Stück nicht zu wandern ☹)

Eine gute halbe Stunde später startete ich zu meiner Wanderung, lief an der Alphütte vorbei, bestaunte zuerst noch die Massen an Geschiebe, die die Durnagel an dieser Stelle angeschwemmt hat. Inzwischen war es hell geworden aber ziemlich neblig. Der Tag sollte sonnig werden, doch wärmten mich die ersten Sonnenstrahlen dann erst auf dem Pass.

Gleich wurde es sehr steil und es ging in engen Kehren langsam bergauf. Unten bedeckte eine weisse Nebeldecke das gesamte Linthal. Sachte setzte ich einen Fuss vor den andern und achtete gut darauf, nicht auf den nassen Grasbänder auszurutschen. Ich war ja so froh, diesen Weg aufwärts und nicht abwärts zu gehen.

Beim Abstieg auf der Elmerseite durfte ich es mir erlauben, die Blicke in die Ferne schweifen zu lassen, der Weg führt sanft und ungefährlich abwärts. So traf ich bereits am frühen Nachmittag beim Skihaus Obererbs ein.

Ganz kurz dachte ich noch daran, via Höhenweg bis Elm Ampächli weiterzulaufen, doch dann lockte die sonnige und geschmacksvoll gedeckte Terrasse vom Skihaus und ich verwarf den Gedanken zum weiterlaufen gleich wieder. Die herzliche Bedienung und die feine Suppe waren es wert auf’s Weiterwandern zu verzichten.

Um 15.30 Uhr brachte mich der Bus nach Elm Sportbahnen, und von dort trat ich die Heimreise an.

Fazit: für mich hat es sich gelohnt, diese Wanderung in «Gegenrichtung» (nach Schweiz Mobil) zu wandern, denn auf steilen Bergwegen fühle ich mich sicherer beim bergaufgehen.

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