ViaBerna: „dere schöne, schöne grüene Aare naa“, Richtung Bern

Etappe 7 : von Aarberg nach Fuchsenried, Donnerstag, 08.06.2023 ca. 4 ¼ h und 16,3 km, ⇑ 293 m ⇓ 195 m

Und wieder ist die Aare, der längste rein schweizerische Fluss, mein ständiger Begleiter. Auf ihren 288km durchfliesst die Aare den Brienzer- und Thunersee, führt durch die Bundesstadt Bern und wird dann in den Bielersee geleitet. Weiter folgt sie dem Jurasüdfuss und mündet bei Koblenz in den Rhein.

Mein Weg führt mich wieder durch liebliche Auenlandschaften zum Stausee Niederried und zur Mündung der Saane. Ein kurzes Stück laufe ich der Saane entlang, überquere sie auf dem Steg und gelange wieder an die Aare. Später komme ich am stillgelegten Kernkraftwerk Mühleberg vorbei, nehme noch den kurzen Aufstieg zur Bushaltestelle Fuchsenried.

Die Etappe 7 würde noch bis nach Frauenkappeln führen, doch dies ist mir mit vierundzwanzig Kilometern und mehr als sechs Stunden reiner Gehzeit definitiv zu weit. Morgen ist ja auch noch ein Tag, sage ich mir und steige in den Bus ein, der mich nach Bern West Side bringt, fahre weiter via Bern Hauptbahnhof und wieder zurück nach Aarberg zum Abendessen und anschliessend nach Radelfingen in den Gasthof Schwanen zum Schlafen.

Etappe 7: von Fuchsenried über Frauenkappeln und Teilstück Etappe 8: der Stadt Bern entgegen, Freitag, 09.06.2023 ca. 4h und 14,1 km, 410 m 470 m

Eigentlich hätte ich sehr gerne im Gasthof Bären in Frauenkappeln übernachtet, doch der Gasthof war schon Wochen davor ausgebucht. So blieb mir nichts anderes übrig, als am Morgen früh nochmals den zeitaufwendigen Umweg via Bern Hauptbahnhof und Bern West Side in Kauf zu nehmen. Das ist schade, eine andere Übernachtungsmöglichkeit in der Gegend fand ich nicht.

Zwischen Fuchsenried und Oberei folgt der Wanderweg der Fahrstrasse, deshalb habe ich den Bus bereits in Oberei verlassen und bin direkt zum Wohlensee abgestiegen. Dort angelangt, gab es erst einmal Frühstück, viel Proviant hatte ich aber nicht mehr dabei.

Meine Hoffnung lag ganz beim Gasthof Bären. Doch vorerst ging es sportlich weiter, viele Treppenstufen auf- und wieder abwärts und nochmals hinauf nach Frauenkappeln.

Im Gasthof Bären auf der schattigen Terrasse fragte ich nach einem «Eingeklemmten» und es kam ein riesiges Teil mit einer kleinen Schale coleslaw dazu. Vermutlich habe ich sehr hungrig ausgesehen, ich bin ja kurz nach fünf aufgestanden und um sechs Uhr los und doch schon ein gutes Stück gelaufen.  

Gut gestärkt starte ich offiziell die Etappe 8: Nochmals folgt ein steiler Abstieg über Treppenstufen bis ich unten am See zu einer sehr schönen Bucht kam. Der sandige Strand lockte mich ins Wasser, doch nur mit den Füssen, ich habe keine Badehose dabei und sowieso sollten die Wasservögel nicht gestört werden. Die Schwäne wie die Enten führten ihre Jungschar aus und die Elternvögel wären durch mein Bad kaum begeistert gewesen. Das Fussbad tat aber trotzdem gut.

Via Wohlebrügg gelange ich auf die andere Uferseite, eine schöne Badestelle befindet sich dort, ein wenig schaue ich den Stand Up Paddler zu, doch dann ist kein Fortkommen mehr entlang dem Seeufer. Dieses ist alleine den Anrainern vorbehalten. Der Fussgänger muss oben an der Strasse die Anwesen umgehen und darf erst viel später wieder auf einen Uferweg gelangen. (meine Meinung dazu behalte ich aber lieber für mich)

Glücklich, meine Wanderung nah am Wasser fortsetzen zu dürfen, ein kühles Getränk vom Hoflädeli hat meine Stimmung wieder gehoben, komme ich der Stadt Bern immer näher. Der Uferweg ist nun gut frequentiert.

So langsam kommt der Gedanke, dass es nun dann mal genug ist mit dem Gang an der schönen grünen Aare entlang und dass ich die nächste Gelegenheit zum «Abspringen» wahrnehmen sollte. 

Die Postautohaltestelle Hinterkappelen, Schlossmatt eignete sich dazu bestens. Der Hauptbahnhof Bern ist mir inzwischen etwas vertraut, ich kenne nun auch die entsprechenden Abkürzungen.

Die nächste Übernachtung ist ebenfalls geregelt, es geht nach Hause und mir stehen vier Pausentage zu, bevor es dann wieder entlang der ViaBerna weitergeht.

FORTSETZUNG FOLGT

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