Tesserete → Lugano (Comano), 12 km 3 ¼ h, und 300m ↑ und 520m ↓
Freitag, 15. August 2025
(gewandert Tesserete – Comano, dann mit Bus bis Lugano)
Wenn ich Lugano erreicht habe, werde ich eine längere Pause von meiner Via Gottardo Wanderung machen.
Wieder bin ich kurz nach sechs Uhr morgens losgelaufen, an der Sportarena und am Schwimmbad vorbei in den Wald hinein.
Anfänglich war ich noch ganz alleine unterwegs, später treffe ich auf Hundespaziergänger, Jogger und Biker, die ebenfalls von der Morgenfrische profitieren wollen.
Nach einer guten Stunde Weg geht es abwärts weiter. Vorher führt noch ein Weg etwas in die Höhe, ich vermutete, dass es zu einem Aussichtspunkt hinauf geht, das wollte ich nicht verpassen und stieg hinauf.
Oben steht die Kapelle San Bernardo, die soll einmal eine Einsiedelei gewesen sein. Doch die vielen Picknickplätze mit Tischen und Bänken die es nun dort gibt, zeugen nicht mehr viel von Abgeschiedenheit.



Trotzdem genoss ich den Ort eine Weile in Stille, bis dann in regelmässigen Abständen jemand vorbeikam.
Inzwischen war es nicht mehr früh morgens, es wurde wärmer. So entschied ich, den Empfehlungen im Wanderbeschrieb zu folgen und ab Comano mit dem Bus nach Lugano zu fahren. Mit Wald ist sowieso bald Schluss und man kommt durch dicht besiedeltes Gebiet.
Über einen Schotterweg geht es recht steil abwärts, weiter unten ist es dann eine Teerstrasse Mit Stille ist es ebenfalls vorbei, die „Gassigänger“ sind in Scharen mit ihren Vierbeinern unterwegs, am lautesten jedoch sind die Zweibeiner.
Comano ist ein sehr schönes Dorf mit gut erhaltenen Häusern und Gassen.



Ich lief noch etwas umher doch dann brauchte ich dringend eine „Biopause“, und hatte ebenfalls Lust auf einen Kaffee. Bald fand ich ein Restaurant, dieses war bereits gut besucht von älteren Herren, deren Ehefrauen sich vielleicht somit etwas Ruhe verschaffen wollten.
Die Bushaltestelle befindet sich gegenüber, um direkt zum Bahnhof Lugano zu gelangen, musste ich noch einmal umsteigen.
Eine Standseilbahn bringt die Reisenden vom Bahnhof Lugano hinunter ins Zentrum. Dort folgte ich den Menschenmassen und gelangte bald zum See. Bei den hohen Temperaturen ist das einzig sinnvolle noch eine Schifffahrt. Genau das tat ich dann auch mit einer kleinen Rundfahrt.

Anschliessend nahm ich den Zug nach Zürich und denke, dass ich erst wieder nach Lugano kommen werde, wenn es ein paar Grad kühler ist.