Obergesteln → Grimselpss 10,0 km 3h, 20 min. und 884m ↑ und 73m ↓
Freitag, 11. Juli 2025
(teilweise entlang dem etwas längeren Biker-Weg)
Diesmal wollte ich es wissen und einmal den ganzen Weg vom Talboden bis hinauf zur Passhöhe laufen. Folgt man dem alten Saumweg, der mit Via Sprienz gekennzeichnet ist, gibt’s auch keine Abkürzungsmöglichkeit.
Andererseits könnte man ab Obergesteln bis Gletsch weiter dem Vier-Quellen-Weg folgen und danach den Wanderweg hoch zum Grimselpass nehmen, jedoch wäre man dort ständig begleitet vom Brummen der vielen Motorräder.
Im Gegensatz zum steinigen Aufstieg zum Nufenenpass vor zwei Tagen gelangte ich diesmal ohne Mühe höher und höher hinauf, dies auch deshalb, weil ich einige Male den etwas längeren Fahrweg wählte, und dafür meine Blicke in die Weite schweifen und die schönen Blumen betrachten durfte, statt dass mich ein steiler Trampelpfad kräftemässig forderte und meine Achtsamkeit zu stark in Anspruch nahm.







Weiter oben findet man teilweise noch die Naturpflästerung vom alten Saumweg vor oder man schreitet über glattgeschliffenen Fels, alles Spuren, die uns der Gletscher hinterlassen hat.
Das letzte Stück Weg verläuft dann fast ohne Steigung, man passiert ein paar kleine Moorseen, bis die Sicht auf den Totensee und die Passstrasse fällt.






Auch am Totensee gibt es eine kleinere Staumauer. Jedoch gab es den See bereits vor dem Bau der Staumauer. Vielleicht hat der See deshalb seine natürliche klar blaue Farbe beibehalten, im Gegensatz zu den übrigen Stauseen am Grimsel.
(Den speziellen Namen bekam der See, weil Heere ihre gefallenen Soldaten dem See überliessen.)
Die Passhöhe gehört noch zum Walliser Hoheitsgebiet, das historische Grimsel Hospitz, etwas weiter unten, liegt bereits im Berner Haslital.




Es gäbe noch einiges Wissenswertes über das Grimselgebiet, doch dies erfährt man am besten selbst an Ort und Stelle oder konsultiert das Internet, Stichwort Grimselwelt.
Mir jedenfalls hat es da oben sehr gut gefallen, dies auch deshalb, weil der Aufenthalt über die zwei Tage im Hotel Alpenrösli so angenehm ausgefallen war. Man wird von der Wirtin ganz herzlich empfangen und wenn auch deren Internetauftritt etwas dürftig ist, ist es die Gastfreundschaft keinesfalls.

