ab Galleria Banchi am Gotthardpass zur Capanna Piansecco 12,9 km 3,5h, und 385m ↑ und 377m ↓
Dienstag, 08. Juli 2025
Im Bus um 08:10 war ich die einzige Person, die zum Gotthard hoch fahren wollte, respektive bis zu den Gallerien kurz vor der Passhöhe. Ich wunderte mich noch, weshalb der Busfahrer, nachdem ich ausgestiegen war, nicht gleich weiterfuhr, sondern noch einen Moment stehen blieb. Dachte er wohl, dass ich es mir doch noch anders überlegen und wieder einsteigen würde? Wäre ja nicht verwunderlich gewesen, bei dem rauhen Wetter, dass da oben herrschte.
Nur mit grosser Mühe habe ich es geschafft, den Regenponcho umzuhängen, ohne dass dieser mir davonflog.
Dann lief ich los, bei Wind und bei leichtem Regen. Das erste Stück führt einem Teersträsschen entlang hoch. Weiter oben trifft man auf den Höhenweg, ein breiter gekiester Fahrweg der weit ins Bedrettotal hinein führt und vermutlich als Zufahrt zu den Alpgebäuden dient.
Der Wind lässt etwas nach, als der Weg hangseitig ins Bedrettotal führt.
Gut eingepackt in Regenjacke, Regenponcho und Regenrock (bestehend aus einem 110lt Kehrichtsack), sowie Gamaschen und einer Mütze hatte ich warm und blieb trocken. Nur die Handschuhe habe ich diesmal zu Hause gelassen, leider.


Nach gut zwei Stunden drückte die Sonne etwas durch und wechselte sich für den Rest des Tages mit leichtem Nieselregen und Windböhen ab.
Ein Fahrweg hat zum wandern den Vorteil, dass man zügiger vorankommt, ist aber sonst eher langweilig. Dafür könnte man die Aussicht ins Bedrettotal umso besser geniessen, wäre da kein Nebel.
Nach etwa zweidrittel des Weges führt noch ein schmaler Pfad weiter. Die Hänge rechts und links des Weges sind mit Sträuchern bewachsen. Irgendwoher höhrte ich Schafe blöcken und einen Hund bellen.
Vor einem Hangeinschnitt bemerkte ich auf der anderen Seite eine grössere Geröllhalde, die mich etwas beunruhigte. Könnte es sein, dass dies ein neuer Hangrutsch ist?
Das war aber zum Glück nicht der Fall, ein guter Pfad führt neben den Steinsbrocken in mehreren Kehren in die Höhe, und erst weiter oben noch ein kurzes Stück über die Steine.
Von einer Hütte ist noch länger nichts zu sehen. Diese ligt etwas versteckt im Lärchenwald. Umso lieblicher zeigt sich das letzte Wegstück mit den kleinen Moortümpeln.






Langsam meldete sich die Müdigkeit bei mir, es verblieb nur noch ein kleiner Anstieg bis zur Hütte.
Es ist eine sehr konfortable SAC Hütte, ohne Massenschlafsaal, dafür mit Kajuttenbetten ausgestattete Mehrbettzimmern. Sogar Duschen gibt’s. Da scheint es noch kein Wasserproblem zu geben.
So konnte ich mich vor dem Abendessen etwas Ausruhen, vor ein paar Tagen brannten mir nach dem Wandern jeweils die Füsse, nun sind es die Beine, die etwas schmerzen.🤒 Doch das wird schon noch mit der Zeit, ich werde ja noch weiterwandern.