Via Gottardo Etappe 9, Wassen – Andermatt

Wassen → Andermatt, 10 km 3h, 15 min. und 680m ↑ und 160m ↓

(Diese Etappe ist zugleich Etappe 22 des Trans Swiss Trail)

Donnerstag, 03. Juli 2025

Gleich beim Ausgang vom Dorf Wassen kommt man am stillgelegten Antoninini Steinbruch vorbei, dem einzigen noch erhaltenen Zeitzeugen aus der Blütezeit der Urner Steinbrüche. Es ist ein Freilichtmuseum. Es befindet sich oberhalb des Bahnhofs Wassen, an dem heute kein Zug mehr Halt macht.

Wassen verfügt auch über keine Bank oder Bancomaten mehr, auch was Gastrobetriebe anbelangt, scheints nur noch einen einzigen zu geben, das Hotel Gerig. Diese machen ihre Arbeit dafür sehr gut.

Auch auf diesem Wegstück macht man mühsam erschaffene Höhenmeter mit steilen Abstiegen via Treppenstufen gleich wieder zunichte, aber nur auf dem ersten Teilstück.

Wie aus dem Nichts begann es plötzlich zu regnen, also Regenponcho überziehen und weiterlaufen. In einem Tunnel verblieb ich dann doch eine Weile bis es nur noch nieselte und ich bis Göschenen weitergehen konnte.

Nach einer längeren Pause im Bahnhofbistro hellte es zum Glück wieder auf, wäre ja zu schade gewesen, mit dem Zügli die Schöllenenschlucht zu durchqueren. Dies tat ich dann zwar doch noch, aber erst später, am Nachmittag.

Der Wegsbschnitt zwischen Göschenen und Andermatt ist das Paradestück des Gotthardweges, erstaunlicherweise war ich fast immer alleine unterwegs, nur bei der Teufelsbrücke ist mehr Betrieb.

Ein kleiner Rundweg gibt die Möglichkeit auf unterschiedliche Blickwinkel.

Oberhalb der Schöllenen wurde in den Jahren 1707 und 1708 ein Loch in den Granit gesprengt und damit entstand der früheste Strassentunnel der Schweiz, das Urnerloch. Dahinter öffnet sich der Blick auf das Urserntal und das Dorf Andermatt.

Für Fussgänger führt eine Treppe im Mauerwerk vor dem Tunnelportal nach oben auf die Schutzgallerie und danach ist Andermatt in etwa zwanzig Minuten erreicht.

Es war erst Mittags und es stellte sich die Frage, was nun. Meine Unterkunft in Hospental erwartet mich, aufgrund Ruhetag, erst ab 17:00 Uhr, also nichts mit Füsse hochlagern, obwohl mir diese doch so brannten Eine Bank am Bahnhof musste fürs Erste reichen.

Eigentlich plante ich am Nachmittag in die Höhe zu fahren, Nätschen oder Oberalp um dort zuerst zu essen und dann zu plegern, doch das wechselhafte Wetter hielt mich davon ab.

Nachdem ich mir im Coop mein Abendessen gekauft hatte, nahm ich den Zug hinunter nach Göschenen, dort war das Infozentrum am Nachmittag offen.

Meinen Füssen ging es dann auch etwas besser, als ich die Wanderschuhe gegen die Sandalen tauschte.

So bin ich heute gleich dreimal durch die Schöllenen 😉 gekommen. Mir kam dann gelegen, dass mein Zug für die Rückfahrt nach Andermatt noch bis Realp weiterfuhr, so dass ich bis Hospental sitzenblieb, obwohl ich eigentlich laufen wollte.

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