Sursee → Luzern, 30km 7h 20min und 320m ↑ und 400m ↓
Dienstag, 22. April 2025
In etwa zehn Minuten gelangt man vom Bahnhof Sursee zur Altstadt. Diese ist dann aber auch rasch durchquert und es geht weiter in Richtung See. Überall sind Baustellen zu umgehen. Man könnte sich die erste Viertelstunde Weg also gut ersparen und vom Bahnhof den Bus nehmen bis Mariazell und die Wanderung gleich an diesem Wallfahrtsort mit der gleichnamigen Kapelle beginnen.




Nach dem kurzen Aufenthalt oben bei der Kapelle fühlte ich mich dann eingestimmt für den Tag. Auf geteerten Wegen geht es weiter am Seebad vorbei, nebenan und etwas erhöht rauscht die Autobahn vorbei.
Etwas später führt der Wanderweg in die Höhe und als Panoramaweg durch Rebberge oberhalb dem Sempachersee entlang. Vom Autolärm ist bald nichts mehr zu hören, dafür zeigt sich das Alpenpanorama, na gut, an jenem Tag eher etwas verhalten, doch der Blick in die Ferne war trotzdem sehr schön. Ein paar Infotafeln vermitteln einiges über den Rebbau und die Aufgaben der Winzer.
Der Weiler Kirchbühl, gilt als baukulturell bedeutender Weiler der Zentralschweiz und gehört somit zu Recht ins Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz. Neben den schönen und gut erhaltenen Bauernhäusern lockt mich vor allem der Anblick der alten Kirche St. Martin. Es soll eine der ältesten Kirchen im Kanton Luzern sein. Nur leider sind die Fresken und Gemälde im Chor nicht mehr so gut erhalten. Eine aufgelegte Dokumentation sowie die kleine Broschüre gibt Einblick in die lange Geschichte des Gotteshauses.



Der Strasse entlang geht es danach hinunter zum See. Sempach ist bald erreicht, durch’s Ochsentor in die Altstadt hinein und durch’s Luzernertor wieder hinaus, schade nur, dass reger Autoverkehr in der Altstadt herrscht.


Auf einer Bank vor dem Postgebäude ass ich mein Mittagessen, da auf meinem Weg an Sitzgelegenheiten fehlte.
Mein nächstes Ziel war dann die Vogelwarte und ich war sehr überrascht, wie spannend und informativ so ein Besuch ist. Gut, dass ich mir genug Zeit nehmen durfte, da ja meine Wanderung nur mal gerade etwas mehr als drei Stunden Gehzeit umfasste.
Von der Vogelwarte bis zur Bahnstation dauert es zu Fuss nochmals knapp eine halbe Stunde, auch dies könnte man gut per Bus fahren, habe ich aber nicht gemacht.
Am Ende des Tages fühlte ich mich doch ziemlich müde, vermutlich deshalb, weil ich zumeist auf Hartbelag gelaufen bin. Trotzdem bereue ich es nicht, auch dieses Wegstück gegangen zu sein und neue Gegenden entdeckt zu haben.
Dienstag, 29. April 2025
Ab der Bahnstation Sempach-Neuenkirch trifft man in etwa zehn Minuten wieder auf den Wanderweg und darf zuerst ein Stück einem Bächlein entlanglaufen. Über Wiesen und Weiden geht es weiter Richtung Luzern. Es sind etwa 18km zu laufen, für mich ist das zurzeit eher an der oberen Grenze. Die klare Sicht auf die Berge jedoch lässt jedes Wanderherz höherschlagen und so kam ich auch recht gut voran.
Nach etwa drei Stunden ist das Reussufer erreicht, und nach einer Pause durfte ich dem sehr schönen Uferweg entlang bis zum Touristenhotspot weiterlaufen. Lediglich die Radfahrer, die oft in sehr rasantem Tempo ebenfalls auf dem Uferweg entlangfuhren, fand ich etwas störend und auch ziemlich gefährlich.



Eigentlich wollte ich vor der Heimfahrt noch einkehren und zwar gerne auf einer der vielen Terrassen am Reussufer Platz nehmen. Lust hätte ich auf ein kühles Getränk und oder einen Coupe gehabt. Doch musste ich erkennen, dass man dort nicht auf einheimische Wanderer vorbereitet ist, sondern eher speisende ausländische Gäste bevorzugt. Man schenkte mir keine Beachtung als ich schon sass und die Glacekarte entsprach auch nicht meinen Wünschen. So erhob ich mich und setzte meinen Rucksack wieder auf. Im Coop am Bahnhof kaufte ich mir einen kühlen Joghurtdrink und nahm den nächsten Zug nach Zürich.