Entlang der Via Alpina über den Klausenpass

Montag, 24. Juni 2024: vom Urnerboden nach Braunwald, ca. 3½ h und 12,7 km, ⇑ 325m ⇓ 423m

Mit dem Bus ab Linthal ist es möglich bereits morgens um neun Uhr in Urnerboden einzutreffen und gleich zum Flätschbach hinunter zu laufen. Dieses Wegstück gefällt mir von der ganzen Wanderung bis Braunwald am besten.

Bei der Haltestelle Kantonsgrenze führt ein schmaler Wiesenweg in die Höhe, danach darf entlang einem breiten Weg nach Braunwald gewandert werden. Die Standseilbahn bietet danach eine knieschonende Variante um nach Linthal hinunter zu gelangen.

Mit der Option, dieses Teilstück der Via Alpina in Gegenrichtung zu laufen, erlebt man eine gemütliche und angenehme Tageswanderung. (alle Via Alpina Wanderbeschriebe gehen davon aus, von Vaduz nach Montreux zu laufen)

Freitag, 09. August 2024: Clariden Höhenweg, vom Fisetenpass zum Klausenpass, ca. 3h und 9,5 km, ⇑ 460m ⇓ 520m

Vor einigen Jahren bin ich diesen sehr schönen Höhenweg bereits gewandert, damals startete ich am Klausenpass. Doch wer von Zürich anreist, erreicht den Klausenpass nicht vor 10 Uhr, es gibt morgens nur diese eine Verbindung und dies auch nur im Sommer. Für die Rückfahrt ab Urnerboden ist dann um 17 Uhr Schluss, das könnte knapp werden, vor allem dann, wenn für die Talfahrt ab dem Fisetenpass an der Bahn mit Wartezeiten gerechnet werden muss.

Diesmal wählte ich als Ausgangspunkt der Wanderung den Fisetenpass und erreichte somit bereits um 9 Uhr die Talstation der Seilbahn in Urnerboden. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Blick auf das Bergmassiv in der Richtung gehend prächtiger und eindrucksvoller erlebt wird.

Die S25 mit Abfahrt in Zürich HB um 06:43 war gut belegt, ein weiterer sonniger Tag lockte mehrere Wandervögel in die Höhe. Sich früh auf den Weg zu begeben macht für eine Wanderung am Klausenpass Sinn, nicht nur wegen möglichen nachmittäglichen Gewittern, sondern auch aufgrund der wenigen ÖV-Verbindungen.

Der Bus in Linthal füllte sich ebenfalls rasch und ich rechnete mir aus, wie die Zeit reichen würde bei einem grösseren Andrang an der Seilbahn zum Fisetenpass. Daher wählte ich im Bus einen Sitzplatz nah der Türe und stürmte gleich los, als der Bus anhielt. So schaffte ich es auf die erste Gondel und auf den Nachmittagsbus am Klausenpass. Die Heimreise dauert auch nochmals drei Stunden mit einer längeren Wartezeit in Linthal.

Als Höhepunkt der Wanderung gilt der Gletschersee, der in etwa einer Stunde ab dem Klausenpass erreicht werden kann, daher ist dieser Teil des Höhenweges am stärksten frequentiert.

Was hat sich wohl in den neun Jahren seit meinem letzten Besuch rund um den See verändert? Darauf war ich sehr gespannt. Ein paar Bilder von damals habe ich noch und in der Tat, es hat sich verändert. Das Eis ist massiv zurückgegangen.

Doch auch an mir scheint die Zeit nicht spurlos vorbeigegangen zu sein, damals reichte mir die angegebene Zeit von drei Stunden noch gut aus, nun benötigte ich etwa viereinhalb Stunden mit Pausen.

Dienstag, 12. September 2023: Teilstück der Via Alpina und dem Schächentaler Höhenweg ab der Klausenpasshöhe bis zur Seilbahnstation Razi, ca. 3,5h und 12,1 km, ⇑ 350m ⇓ 780m

An jenem Tag bin ich vom Klausenpass losgelaufen. Die Via Alpina verläuft bis zum Abstieg nach Urigen parallel zum Schächentaler Höhenweg. An jenem Tag war grad Alpabzug, die ganze Bergwelt war eingehüllt in das Geläut der Kuhglocken. Es war auch fast unmöglich, den vielen «Fladen» auszuweichen.

Als dann der steiler Abstieg nach Urigen bevorstand, zog ich es vor, in der Höhe weiterzulaufen. Am frühen Nachmittag, ich gewährte mir grad eine schöne Pause, zogen plötzlich schwarze Wolken und ein frischer Wind auf. Zügig steuerte ich auf die nächstgelegene Seilbahn (Razi) zu, rief jedoch vorher an und vergewisserte mich, dass die Bahn in Betrieb ist.

Gerne wäre ich an jenem Tag entlang dem Höhenweg weitergelaufen, doch die Witterung entschied anders, dafür habe ich neues Wandergebiet entdeckt, das noch viel zu bieten hat.

Donnerstag, 08. August 2024: Bürglen Dorf bis Urigen, ca. 3 ¼ h und 9 km, ⇑ 848m ⇓ 227m

Zwischen Altdorf und Urigen verkehren die Busse ganzjährig und etwas häufiger.

Diese Tour habe ich wetterbedingt so gewählt, damit ich jederzeit abbrechen und den Bus nehmen könnte. Zwar gab es zwischendurch leichter Regen bei schwülwarmer Luft, mein Regenponcho leistete mir gute Dienste, der durchgehende Reissverschluss hielt mich von aussen trocken und liess trotzdem etwas Luft zirkulieren.

Bis Spiringen fand ich das Wegstück wunderschön, immer entlang dem Fluss, später folgte noch ein letzter Anstieg und dann war Urigen erreicht. Und zu meiner grossen Überraschung gab’s sogar eine Einkehrmöglichkeit, das historische Hotel Posthaus hat zwar geschlossen, doch draussen steht ein Food-Truck, bereit die Einkehrwilligen zu versorgen, man könnte sogar noch Fischbrötchen essen.

Dienstag, 13. August 2024: Teilstück Schächentaler Höhenweg von Eggbergen bis Biel-Kinzig

Bereits hatte ich den nächsten Gebirgspass entlang der Via Alpina im Visier, den Surenenpass zwischen Altdorf und Engelberg. Dazu bin ich einen Tag vorher angereist, um auf Brüsti, oberhalb Attinghausen, zu übernachten. Den Tag wollte ich bereits mit einer kleinen Wanderung verbringen.

Ein Bad in einem idyllischen Bergsee zu nehmen, wäre eine verlockende Aussicht. Am Fleschsee könnte dies möglich werden, daher fand die Badehose auch noch Platz in meinem Rucksack. Beim See traf ich auf ein Paar, die mir gleich vorschwärmten, wie erfrischend ihr Bad grad war, also zögerte ich nicht lange und machte es ihnen gleich. Ich hatte ja an diesem Tag keine Eile und konnte mir somit einen längeren Aufenthalt am See gewähren.

Anschliessend geht es leicht abwärts weiter ins Tal hinein, immer mit toller Bergsicht. Beim Skihaus Edelweiss bietet sich noch eine kurze Rast an, bevor man den Höhenweg verlässt und den kurzen etwas steilen Abstieg zur Seilbahnstation hinunterläuft.

Luftseilbahnen Schächentaler Höhenweg

Eggberge: Schneeschuhwandern/Winterwandern

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