Teilstück der Via Alpina, Etappe 7: Surenenpass Wanderung

Mittwoch, 14. August 2024: Attinghausen/Brüsti – Stäfelialp, ca.4 ¾ h, und 12,6 km, ⇑ 850 m ⇓ 1000 m

Höchster Punkt: Surenenpass, 2292m

Damit ich am Morgen zeitig loslaufen durfte, übernachtete ich auf Brüsti. Die Luftseilbahn ersparte mir die ersten tausend Höhenmeter Aufstieg. Ohne diese Möglichkeit wäre die Wanderung für mich auf keinen Fall am Stück machbar.

Den Anreisetag verbrachte ich bereits in der Gegend und wanderte ein Stück auf dem Schächentaler Höhenweg.

Das erste Wegstück führt, kurz nach einer Feuerstelle, an Felsen vorbei. Zur Sicherheit sind Drahtseile angebracht. Danach läuft man über Alpweiden und auf mässig steinigen Bergwanderwegen, mal mehr und mal weniger steil in die Höhe.

Beim Angistock angelangt, ist ein guter Teil des Aufstiegs geschafft, doch es folgt noch das letzte steile Stück bis zum Pass. Vorerst geht es dem gut markierten Wanderweg entlang leicht abwärts weiter. Dies ist zwar ein Umweg, eine sichtbare Spur würde geradewegs den Geröllhang queren. Doch im Wanderbeschrieb wird davon abgeraten. Ich sah auch niemanden, diesen Weg gehen.

Das Blöcken unzähliger Schafe begleitete mich fortan, bevor ich von den ersten nachkommenden Wanderern überholt werde. Doch auch die tun sich nun schwer mit dem restlichen Stück Aufstieg, das beruhigte mich doch ein wenig. Der Pass war da bereits zum greifen nah.

Oben blies ein frischer Wind, trotzdem verweilte ich recht lange, bevor ich mich an den Abstieg machte. Die aufkommenden Wolken waren ein weiterer Grund, mich zum Weitergehen zu bewegen.

Auch der Abstieg ist nicht ohne, sachte setzte ich einen Fuss vor den andern, staunte nicht schlecht, als mir die ersten Biker entgegenkamen, allesamt mussten sie ihr Rad im oberen Teil stossen. Mutig, diese Leute, bei zunehmender Wetterverschlechterung noch eine Tour zu unternehmen. Nur abwärts geht es mit dem Bike wenigstens zügiger, als zu Fuss.

Weiter unten fing es an zu tröpfeln, sofort zog ich meine Gamachen und den Regenponcho über. (und fing dann auch gleich an zu schwitzen ☹)

Das Alpbeizli Blacktenalp hatte Ruhetag, so begnügte ich mich mit einem Schluck Wasser aus meiner Trinkflasche. Bald kam ich zur Abzweigung Führenalpbahn. Ein breiter Weg würde dem Hang entlangführen.

Surenen-Wanderung

Eine Fahrstrasse führt nach links, doch mit blauweissem Wegweiser. Mir blieb somit nur noch der steile und steinige Weg abwärts zur Auswahl. Später stellte sich heraus, dass ich auch via Fahrstrasse zur Stäfelialp hätte gelangen können. Froh war ich aber, als nur noch ein kurzes Wegstück einer Fahrstrasse entlang verblieb und ich dann am frühen Nachmittag im Berggasthaus Stäfelialp eintraf.

Nachdem ich mir mit kaltem Wasser den Schweiss vom Rücken gewaschen hatte, bezog ich mein Zimmer und machte ein wohlverdientes Nachmittagsschläfchen. Danach fühlte ich mich wieder fit und munter.

Übernachtungen: Berggasthaus Alp Catrina auf Brüsti und Berggasthaus Stäfelialp

Stäfelialp nach Engelberg: ca. 2 ¼ h, und 9,1 km, ⇑ 35 m ⇓ 425 m

Mehrere Möglichkeiten, wie ich den sonnigen und heissen Tag verbringen könnte, gingen mir durch den Kopf, als ich mich auf den Weg talwärts machte. Ich dachte natürlich, ich befände mich nun auf der Zielgeraden nach Engelberg und staunte nicht schlecht, als dann doch nochmals ein Stück steiniger und steiler Abstieg folgte.

Weiter unten wählte ich den Weg im Wald hinter dem Golfplatz und entschied, den Tag lesend am Fluss und im Schutze von schattenspendenden Bäumen zu verbringen statt an stark frequentierten Orten wie zum Beispiel auf Brunni. Zudem war noch ein katholischer Feiertag was auch die lokale Bevölkerung aus ihren Häusern lockte.

Übernachtungen: Trailhotel Engelberg (günstiges Hostelzimmer mit Etagen WC und Dusche)

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