Teilstück der Via Alpina, Etappe 16: Trütlisbergpass zwischen Lenk und Gstaad

Endlich steht ein sonniger und warmer Tag ohne Gewittertendenz bevor, der einzige seit langer Zeit. Obwohl ich Lenk bereits am Sonntag verlassen habe und bereits zwei Stationen weitergezogen bin, nahm ich die sehr lange Anfahrt in Kauf, um diese Wanderung nachholen zu dürfen.

Auf den steilen Aufstieg von Lenk zum Trütlisbergpass wollte ich verzichten und stattdessen die Gondelbahn zum Betelberg nehmen. Wenn man Glück hat, trifft es einem auf eine der zwölf dekorierten Themengondel. Und ich hatte Glück ohne davon Kenntnis zu haben und durfte während der Bergfahrt an Ziege Flöckli’s aufregenden Erlebnissen auf der Alp teilhaben, in Französisch.

Nachdem Flöckli alle die Köstlichkeiten, die sie so an einem Tag verspeist, in hohen Tönen gerühmt hat, bekam ich ebenfalls Hunger, denn ich hatte noch kein Frühstück. Nach Kaffee und Sandwich durfte ich dann los.

Ein prächtiges Blumenparadies erwartet den Besucher auf dem etwa 7 km langen Höhenrundweg Gryden. Ich war sofort hell begeistert. Ganz besonders hat mich die Kraterlandschaft fasziniert, zwar musste ich gut auf den Weg achten, teilweise ging es rechts und links steil hinunter, doch der Weg ist recht gut angelegt und auch breit genug.

Beim Trütlisbergpass ist bereits der höchste Punkt der Etappe erreicht, mit dieser Variante war es ein gemässigter Aufstieg. Bald folgt ein längeres Wegstück über ein Moor, zum Glück sind Stege angelegt.

Dem Turbach folgend führt der Weg später sanft und gemächlich zu Tal. Eigentlich dachte ich daran, die letzten sechs Kilometer mit dem Bus zu fahren, doch diesen verpasste ich knapp und hätte lange warten müssen. So entschied ich mich, das restliche Wegstück auch noch zu laufen, auch wenn der Turbachweg weiter unten aufgrund Unterhaltsarbeiten gesperrt war. Doch auch der obere Weg war recht schön und führte meist im Schatten weiter.

In Gstaad angekommen fühlte ich mich trotz der vielen Höhenmeter im Abstieg noch recht gut. Ein sonniger Tag lag hinter mir und die bislang schönste Wanderung dieses Frühsommers.

Übernachtungen: Maison d’ Hôtes Hotel de la Gare, Montbovon (Zimmer mit Gemeinschaftsbad)

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