Teilstücke der Via Alpina, Kandersteg, Adelboden und Lenk

Freitag, 28. Juni 2024: Wanderung von Kandersteg hinauf zum Oeschinensee und Talfahrt mit Gondelbahn ca. 2 ¼ h und 6,6km, ⇑ 565m ⇓ 55m

Nachdem ich von Zürich angereist, einen Teil meiner Habseligkeiten im Hotel deponiert und einen Kaffee getrunken habe, machte ich mich an den Aufstieg hinauf zum Oeschinensee. Das halbwegs schöne Wetter lockte ein paar Wandervögel in die Bergwelt, nicht wenige zogen den Fussweg der Seilbahn vor.

Man folgt zuerst etwas dem Oeschibach und läuft dann im Zickzack und im Wald weiter aufwärts. In gut eineinhalb Stunden ist das Berghaus und das Ufer des Sees erreicht. Vorher erschreckte mich ein lautes Rumpeln und Poldern. Als Folge der Klimaerwärmung lösen sich Gesteinsbrocken am Felsenhang gegenüber. Für die Besucher am Seeufer besteht keine Gefahr, eine Seeumrundung ist aber nicht mehr möglich, der Weg ist gesperrt.

Den Nachmittag verbrachte ich am Seeufer und blickte ehrfürchtig hinauf zum Blüemlisalpgletscher und konnte so den Wanderweg, der von dort oben zum Seeufer hinunterführt, ausmachen.

Für mich ist der Fall nun klar, diese Etappe der Via Alpina ist nichts mehr für mich. Ich geniesse die Sicht auf den Gletscher lieber von unten her.

Übernachtung: im Chalet Hotel Adler in Kandersteg (Zimmer mit Balkon)

Samstag, 29. Juni 2024: Wanderung Adelboden – Lenk vorzeitig in Geils abgebrochen und mit dem Bus zurück nach Adelboden gefahren. Reine Gehzeit ca. 2h und 6,5km, ⇑ 445m ⇓ 90m

höchster Punkt: Hahnenmoospass auf 1951m

Die Wanderung über den Hahnenmoospass kann als leichte Tour eingestuft werden, der Weg führt durchgehend über befestigte Wege oder Fahrwege, ist also auch bei Nässe gut begehbar. Auf der anderen Seite, ab Lenk Bühlberg, verkehrt ein Bus hinunter nach Lenk, damit können etwa 600 Höhenmeter im Abstieg eingespart werden. Von dieser knieschonenden Variante wollte ich sowieso Gebrauch machen.

Der Tag begann recht sonnig jedoch mit Quellwolken. Da ich in Kandersteg übernachtete, stand zuerst eine längere Zug- und Busreise an, bevor ich mich an den Aufstieg Richtung Hahnenmoospass machen konnte. Erstaunlicherweise war ich da fast alleine unterwegs, die vielen Fahrgäste im Bus hatten alle andere Wanderpläne.

Gemächlich führt der Weg aufwärts, und ständig begleitet durch das Plätschern des Gilsbachs. Dann kommt die Seilbahnstation Bergläger, man geht ein Stück auf geteerter Strasse doch bald wieder über Wiesen und Weiden. Bei der nächsten Seilbahnstation, Geils, steht eine Beiz, da wollte ich eine kurze Pause machen, bevor es an den restlichen Aufstieg geht.

Es wären noch fünfzig Minuten Aufstieg und etwas weniger Abstieg verblieben, doch da zogen plötzlich schwarze Wolken und ein kräftiger Wind auf, weshalb ich entschied, die Wanderung abzubrechen und mit dem Bus nach Adelboden zurück zu fahren. Die Reise mit Bus und Zug via Frutigen, Spiez, Zweisimmen nach Lenk dauerte dann aber mehr als doppelt so lange, wie wenn ich den Übergang zu Fuss hätte machen dürfen.

Übernachtungen: Sporthotel Wildstrubel, Lenk (Zimmer mit grossem Balkon)

Sonntag, 30. Juni 2024 ab Bergstation Lenk Metschstand zum Hahnenmoospass und bis Bergrestaurant Bühlberg, danach mit Bus Rückfahrt nach Lenk: ca. 1½h und 4,5km, ⇑ 45m ⇓ 480m

Für diesen Tag wäre Etappe 16, Lenk-Gstaad geplant gewesen, wobei ich vorsah, diese mit Bus und Bergbahn etwas abzukürzen. Doch das Wetter war wieder sehr unsicher, daher habe ich entschieden, von der Lenker Seite hinauf zum Hahnenmoospass zu gelangen, jedoch mit der Seilbahn.

(Die sehr schöne Wanderung Lenk-Gstaad konnte ich ein paar Tage später nachholen)

Am Morgen war der Himmel Nebelverhangen. Doch etwas laufen wollte ich trotzdem, so stieg ich in den Bus Richtung Simmenfällen. Während der Fahrt verzogen sich die Wolken, die Sonne kam hervor. Kurzentschlossen stieg ich an der Talstation der Metschstand Bahn aus und kaufte ein Ticket für die Bergfahrt. Oben angelangt, haben die Wolken die Sonne wieder verdeckt.

Beim signalisierten Weg zum Hahnenmoospass geht es zuerst über einen Betonfahrweg bergab, dann entlang einem schönen Wiesenpfad mit vielen Blumen. Es gäbe dort die Möglichkeiten bis zum Sillerenbühel zu laufen, doch aufgrund der zunehmenden Bewölkung entschied ich mich für den Abstieg. Ein steiler Fahrweg führt hinunter zum Bergrestaurant Bühlberg, wo mir bis zur Abfahrt des Buses noch genug Zeit für eine Einkehr verblieb.

Unten in Lenk angelangt, wartete bereits die Bahn, die mich via Zweisimmen nach Gstaad Schönried brachte.

Übernachtungen: im Hotel Kernen in Schönried

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