Teilstück der Via Alpina, Etappe 11: Grindelwald – Lautenbrunnen

In Grindelwald herrscht ständig reger Betrieb, unzählige Rollkoffer werden geschoben, Menschenmengen wechseln von Zug zu Bus oder umgekehrt. Bereits der Zug um 08:45 zur Kleinen Scheidegg war gut belegt. In Alpiglen stiegen nur wenige aus, die meisten wollen höher hinauf.

Bald befand ich mich von Alpweiden umgeben und mit Kuhglockengeläut willkommen geheissen. Ich fühlte mich sofort heimelig und wohl. Ein paar gehörnte Kühe gaben mir ein Stück weit «Begleitschutz» bis sie von einem Weidezaun zurückgehalten wurden.

Bald schon kam die Kleine Scheidegg in Sicht, und ich hegte kurz den Gedanken, bei der Gelegenheit zum Jungfrau Joch hochzufahren. Diesen Gedanken verwerfe ich gleich wieder, das würde über achtzig Franken kosten. Als Alternative bietet sich die fünfminütige Fahrt bis Eigergletscher an, für die gerade einmal acht Franken nötig sind. Doch diese Investition hat sich gelohnt, man ist für einen Moment den Bergen so nah. Danach ging es im total überfüllten Zug wieder hinab zur Kleinen Scheidegg, doch fünf Minuten hält man ja noch aus.

Ab Eigergletscher könnte man entlang dem Eigertrail nach Alpiglen hinab laufen, doch dieser war noch nicht offen.

Dafür genoss ich noch ein wenig das Bergpanorama im Restaurant Kleine Scheidegg, bevor es dann an den Abstieg nach Wengeneralp und Allmend ging.

Und nochmals kam ich in den Genuss einer schönen Bahnfahrt hinab nach Lauterbrunnen. Dort angekommen, heisst es umsteigen in den Zug Richtung Interlaken, wie auch alle andern, dann nochmals umsteigen in Zweilütschinen und in Grindelwald in den Bus, der mich hinauf zum Naturfreundhaus brachte.

Dann endlich ist fertig mit dem Gedränge in Zug und Bus, es wartet eine Dusche, ein feines Fondue und dann ein weiches Bett auf mich.

Übernachtungen: im Natrufreundhaus in Grindelwald (Zimmer mit Bad/WC auf Etage)

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