Von Düdingen via Ottisberg, zur Magdalenen Einsiedelei und weiter entlang dem Schiffenensee bis Fribourg Poya
Donnerstag, 04. April 2024, ca. 2 ½ h, 10 km, ⇑ 217 m ⇓ 205 m
Während 500 Jahren hat sich immer wieder jemand die grosse Höhle zu seinem Heim gemacht. Die 120 Meter langen Räumlichkeiten, so wie sie heute anzutreffen sind, sind den beiden Mönchen Johann Dupré und Johann Liecht zu verdanken, die diese in den Jahren 1680-1708 in strapaziöser und jahrelanger Handarbeit ausgehoben haben. Seit über sechzig Jahren ist die Höhle nun unbewohnt und steht im Sommerhalbjahr den Besuchern offen.







Würde es sich bei dem Gestein nicht um Sandstein handeln, wäre es den beiden Mönchen nicht möglich gewesen, so riesige Räume ganz ohne Maschinen oder Dynamit aus dem Felsen zu buddeln. Doch für den Erhalt dieses Kulturgutes ist es von Nachteil, dass es sich um Sandstein handelt, denn Umwelteinflüsse setzen dem Felsen allmählich zu und wer weiss, wie lange der Zugang noch möglich ist.
Der schöne Frühlingstag unter der Woche eignete sich bestens, diesen Ort, zu besuchen. Ab Bern bringt der Chocolat Express die Fahrgäste in zwanzig Minuten Fahrt nach Düdingen. Der Weg zur Einsiedelei ist gut markiert, doch ich wollte den im WegWandern beschriebenen Weg nehmen und musste noch etwas suchen. (hätte eben den Ausdruck zur Hand nehmen müssen)



Wie erhofft, war ich vorerst die einzige Besucherin in den Räumen. Das Gefühl von Kälte, wie es normalerweise in Höhlen zu erwarten ist, fehlt. Der Sandstein verbreitet ein angenehmes Raumklima und dort, wo die Sonne hereinscheint, fast ein Gefühl von Wärme.
Anschliessend setzte ich mich noch eine Weile im Garten hin, bevor ich den Weg Richtung Fribourg Poya antrat. Kurz davor darf man noch die Saane überqueren. Dazu dient das Grandfey-Viadukt, eine beeindruckende Eisenbahnbrücke aus dem frühen 20. Jahrhundert. Für die Fussgänger wurde eine Passage unter der Eisenbahn gebaut. Mit der Querung des Grabens begibt man sich ebenfalls über den «Röstigraben» das heisst, von der deutschsprachigen zur französischsprachigen Schweiz.


Gleich zwei bauliche Meisterleistungen durfte ich an jenem Tag besichtigen, und es gibt noch ganz viele weitere in unserem Land.