Zur Wallfahrtskirche Hergiswald und ins Eigenthal

Obernau, Oberrodel-Hergiswald-Eigenthal Eigenthalerhof

Donnerstag, 07. März 2024, ca. 2 ½ h, 6 km, ⇑ 500 m ⇓ 100 m

Von der Coopzeitung liess ich mich zu dieser Kurzwanderung inspirieren. Sie soll mich in das Luzernische Hochtal am Nordfuss des Pilatus bringen und mir den Besuch einer kunsthistorisch bedeutenden Wallfahrtskirche ermöglichen.  

Unter www.wanderungen.ch ist die zweistündige Wanderung ab Eigenthal via Würzenegg nach Obernau gut beschrieben, jedoch für das Sommerhalbjahr gedacht. Unter den Kommentaren wird die Begehung in Gegenrichtung als gute Alternative empfohlen, man nimmt dafür einen etwas steileren Aufstieg gleich am Anfang in Kauf, kommt dafür sehr bald zur Wallfahrtskirche Hergiswald und endet in Eigenthal auf zirka 1000 m ü.M.

Für die Anreise zum Ausgangspunkt der Wanderung in Obernau-Oberrodel, benötigte ich gute zweieinhalb Stunden. Via Luzern, Malters und von dort aus geht es weiter mit dem Postauto mit Umsteigen in Holderchäppeli. Es war jedoch eine schöne Fahrt hinein in die noch sehr winterliche Landschaft. Das Postauto hielt für meinen Ausstieg genauso an, dass ich mit meinen sauberen Schuhen nicht gleich in den schlammigen Boden treten musste, das fand ich sehr aufmerksam.

Nach der alten Holzbrücke kommt gleich der Anstieg entlang dem Rosenkranzweg oder Prügelweg, doch geprügelt wird man da keineswegs, sondern darf auf guten mit Holzprügeln versehenen Stufen in die Höhe steigen und erreicht nach einer guten halben Stunde bereits die Kirche.

Nachdem ich den Raum der Stille genügend wahrgenommen und mich an dem reichen barocken Schmuck und der mit vielen Symbolen verzierte Holzdecke aus dem 17. Jahrhundert sattgesehen habe, zog ich weiter meines Weges.

Statt den angenehmen treppenartigen Stufen musste ich bald meinen Weg durch den knöcheltiefen Schnee suchen, zum Glück war bereits etwas vorgespurt. Nach einer weiteren halben Stunde traf ich auf einen Fahrweg und entschied mich, diesem zu folgen statt dem nicht vorgespurten Waldweg zur Würzenegg.

Immer winterlicher wurde die Landschaft und beim höchsten Punkt, «Chräigütsch» auf 1081m angekommen, gibt es ganz viele Möglichkeiten zum weiterzulaufen, doch ich wählte den etwas breiteren Weg mit Fussspuren und traf bei Würzen auf eine Fahrstrasse und bald darauf zum Eigenthalerhof, dem Ziel meiner Wanderung. Das Restaurant jedoch war geschlossen, dafür durfte ich einen früheren Bus für meine Heimfahrt nehmen.

Ich würde diese Wanderung eher für das Sommerhalbjahr empfehlen, das Eigenthal an und für sich wirbt jedoch als Winterzauber für den Langlauf.

Die Wallfahrtskirche in Hergiswil

und das Wetter an jenem Tag: entgegen den Prognosen zeigte sich die Sonne doch nicht, der Tag gestaltete sich teilweise neblig und bewölkt, jedoch trocken, auf offenem Gelände herrschte Biese im Wald war es milder.

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