Lucelle – Porrentruy, Chemin de Jura

Etappe 2: Lucelle – Porrentruy

Donnerstag, 31. August 2023, ca. 5 ½ h, und 20,5 km, 473 m 654 m

Aufgrund der Anfahrt von der Jugendherberge in Delémont bis zum Ausgang zur zweiten Etappe in Lucelle war es bereits halb Neun, bis ich endlich loslaufen durfte. Natürlich wäre ich viel lieber früher gestartet. Zügig lief ich am See und am ehemaligen Kloster vorbei, denn der Tag wird noch lang werden.

Bin ich nun in der Schweiz oder in Frankreich? Frage ich mich immer wieder. Nun, das weiss man da nie so genau, denn der Wanderweg folgt über viele Kilometer der schweizerischen-französischen Grenze über einen Grat.

Zwischendurch hätte man guten Blick in die Weite, wenn der Dunst einem die Sicht nicht versperrt. Immer mal wieder tropft es von oben, doch das waren keine Regentropfen, sondern die Tropfen kamen von den nassen Blättern.

Gegen Mittag spürte ich zum ersten Mal die Müdigkeit in den Beinen. Grad zum richtigen Moment traf ich auf einen der seltenen Rastplätze, ein Tisch mit Bänken, so dass ich Schuhe und Socken ausziehen und die Beine hochhalten durfte.

Zwar lag erst etwa die Hälfte des Weges hinter mir, es gäbe noch die Möglichkeit, die Tour abzukürzen und mit dem Zug nach Porrentruy zu fahren. (Miécourt oder Vendlincourt)

Nach der ausgiebigen Pause kam ich wieder zu neuen Kräften und wagte mich an den zweiten Teil der Tagesetappe. Bald war es dann fertig mit der Einsamkeit, ich kam in belebteres Gebiet und begegnete gelegentlich wieder Menschen. Zwar aber meist solchen mit Hunden. Dafür trifft man häufig auf Bänke, um sich kurz auszuruhen.

An Pferdeweiden vorbei gelangt man immer näher an Porrentruy. Im Wald war es immer angenehm schattig, nun aber war ich der Nachmittagssonne ausgesetzt. Nochmals musste ich eine Pause einschalten und mich kurz hinsetzen.

Meine Unterkunft, das Hotel Terminus, lag direkt neben dem Bahnhof. Vorher kaufte ich noch etwas Proviant für den nächsten Tag ein. Dann aber ging es direkt unter die Dusche.

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