Glovelier – Saignelégier, Chemin de Jura

Etappe 5: Glovelier – Saignelégier

Sonntag, 03. September 2023, ca. 5 ½ h, und 21km, ⇑ 658 m ⇓ 190 m

Die letzte und längste Etappe der fünftägigen Jurawanderung steht bevor. Zu meiner grossen Überraschung war die Bäckerei mit Tearoom Roelli in Glovelier am Sonntagmorgen um sieben bereits offen. So konnte ich mir ein Sandwich kaufen, um meinen Proviant etwas aufzubessern. Das Frühstück war etwas dürftig, das Brot ging vergessen.

Der Weg führt durch das Naturschutzgebiet Combe Tabeillon an zwei idyllischen Weiher vorbei. Am frühen Morgen war ich alleine unterwegs. Nach etwa drei Stunden erreichte ich das Buffet de la Gare bei der Haltestelle La Combe. Dieses war bereits gut besetzt, eine Wandergruppe und einige Motorradfahrer haben sich bereits dort niedergelassen.

Nach der willkommenen Pause mit Kaffee und Kuchen ging es wieder weiter, immer sachte aufwärts. An dieser Strecke gibt es immer wieder Zughaltestellen, es ist somit möglich, nur Teilstücke zu wandern. Demzufolge sind viele Familien und Senioren unterwegs. Auf der Hochebene waren dann auch alle Rastplätze belegt. In Prépetitjean fuhr grad die Dampflokomotive mit den Nostalgiewagen los.

Der Weg führt nun aufwärts nach Montfaucon, ohne Schatten bei praller Sonne. Oben fand ich zum Glück auf dem Spielplatz mitten im Dorf Tisch und Bank für meine Mittagspause.

Obwohl der weitere Verlauf der Route 31 nahe an der Strasse entlangführt, sieht man die Strasse nicht und hört den Verkehr kaum, man läuft über Weiden mit vielen schattenspendenden Bäumen.

Da ich nicht schon am frühen Nachmittag in Saignelégier eintreffen wollte, suchte ich mir nochmals ein schönes Plätzchen unter Bäumen, und vermutlich bin ich sogar kurz eingeschlafen. Ein sanfter Wind wehte, die Blätter rascheln, das trockene Gras verbreitete seinen Duft, wie friedlich das ist.

Das Leiden kam später, zum Glück nur kurz. Auf dem letzten Stück Weg muss der Strasse entlang gegangen werden. Die Nachmittagssonne gab nochmals alles. An der grossen Kreuzung mitten in Saignelégier kehrte ich im Hotel de la Poste ein. Ich musste mir auch einen Ort für das Abendessen suchen. Übernachtet habe ich im Hotel Bellevue etwas weiter oben, das führt auch eine Pizzeria, doch die hat am Sonntag zu.

Nach dem Abendessen und einem anschliessenden Rundgang durchs Dorf ging ich schlafen.

Ich meine, dass die letzte Etappe die schönste war, doch eigentlich fand ich den ganzen Weg schön. Wer also gerne die Ruhe und die Natur geniess, soll im Jura wandern gehen.

Etwas weniger toll fand ich den Typ Weidegatter im Jura, statt einem Drehkreuz oder einem Durchgang findet man häufig diese Modelle vor, das obere Teil kann aufgeklappt werden, oft sind sie so schmal, dass man mit Rucksack nicht durchkommt. Meistens sind sie auch recht hoch. Mit der Zeit fand ich die dann doch sehr mühsam!

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