Einleitung:
Die Via Berna Weitwanderung startet im Berner Jura, einer Gegend, die mir bis anhin völlig unbekannt war. Die abwechslungsreiche Landschaft, mit ihrer Vielfalt an Flora und Fauna hat mich tief beeindruckt.
Statt Berge ziehen sich bewaldete Hügelzüge durchs Land, man kann stundenlang alleine unterwegs sein und sich an den Geräuschen und Düften der Natur erfreuen, ohne dass man alle paar Minuten Bikern oder Joggern ausweichen muss.
Nachdem ich im Juni durch Wälder und Weiden im Berner Jura gewandert bin, wollte ich gerne den Kanton Jura kennenlernen.
Die Weitwanderroute Nummer 31 lädt zu einer Reise quer durch den Kanton Jura ein. Die fünf Tagesetappen eignen sich somit perfekt für einen Kurzurlaub.
mehr Information zu den einzelnen Etappen sind hier zu lesen: https://schweizmobil.ch/de/wanderland/route-31/etappe-4
Etappe 1: Delémont – Lucelle (mit Bus bis Bourrignon, bif.Bürgisberg)
Mittwoch, 30. August 2023, ca. 2 ¾ h, und 9,2 km, ⇑ 305 m ⇓ 550 m
Die erste Etappe wollte ich auf zwei Tage aufteilen. Doch am Anreisetag regnete es, so dass ich statt zu wandern das Laténium am Neuenburgersee besuchte und anschliessend nach Delémont weiterreiste.
Am nächsten Morgen brachte mich der Bus no. 8 Richtung Charmoille Duane in etwa dreissig Minuten Fahrt nach Bourrignon, bif Bürgisberg. Dort angekommen, musste ich zuerst den Weg suchen, denn der Wegweiser bei der Haltestelle führt in die falsche Richtung. Man muss also etwas zurücklaufen und die Strasse überqueren. Danach führt der Wanderweg einem Fahrweg entlang leicht aufwärts.
Das Wetter sollte in den kommenden Tagen wieder sonnig und warm werden, doch an jenem Morgen war es neblig und feucht. Genau richtig, um sich langsam auf den bevorstehenden Herbst einzustimmen.
Bald konnte ich die Teerstrasse verlassen und auf einen Wiesenwege abbiegen, normalerweise bin ich jeweils froh darüber, doch das Gras ist nass. Zum Glück hatte ich Gamaschen dabei um die Hosenbeine vor Nässe und Schmutz schützen zu können.
Den grössten Teil des Weges verlief jedoch im Wald, durch die Nebelschwaden bekam er etwas mystisches. Ich genoss die Stille, die höchstens einmal von einem Warnruf eines Vogels unterbrochen wurde.





Knapp drei Stunden später erreichte ich den Lac de Lucelle, der zwischen der Schweiz und Frankreich in einem Naturschutzgebiet liegt.
Bis zur Abfahrt des Buses, der mich nach Delémont zurückbringen soll, verblieben mir noch etwa zwei Stunden, so dass ich noch den See umrunden und das ehemalige Zisterzienserkloster, zumindest von aussen, ansehen konnte. Im Klostergarten fand ich auch eine Bank wo ich mein Mittagessen einnehmen konnte. Rastplätze und Sitzbänke sind im Kanton Jura, ausser in der Nähe von grösseren Orten, eher eine Rarität.
Am Nachmittag verblieb mir noch genug Zeit für einen Rundgang durch Delémont, bevor ich in meine Unterkunft in der Jugendherberge zurückfuhr.


https://www.j3l.ch/de/P33244/reiseziele/naturschoenheiten/lac-de-lucelle-und-ehemaliges-kloster https://latenium.ch/de/