Höhenwanderung Schynige Platte – First

Höhenwanderung Schynige Platte – Grindelwald-First mit Übernachtung im Berghaus Männdlenen,

Dienstag und Mittwoch, 15. und 16.08.2023 Zeitbedarf Teil 1, 3 ¼ h für 8,6 km, mit ⇑ 710m ⇓ 309m, und Teil 2, 3h, 8,2 km, mit ⇑ 350m ⇓ 530m

Diese Höhenwanderung, gilt als eine der schönsten Panoramawanderung im Alpengebiet, was ich nur bestätigen kann. Sie ist als Etappe 15 im Weitwanderweg ViaBerna enthalten.

Die Wanderung ist als Tageswanderung machbar, jedoch sollte man die Betriebszeiten der beiden Bahnen beachten. Die erste Bahn trifft kurz nach acht Uhr auf der Schynige Platte ein und die letzte Gondel verlässt First etwa um sechs Uhr abends.

Link zur Detailbeschreibung von JUNGFRAU.CH

Link zur Detailbeschreibung von WegWandern.ch

Ich habe mir diese Wanderung auf zwei Halbtagestouren aufgeteilt. So durfte ich mehr Zeit aufwenden, um an schönen Plätzchen noch etwas zu verweilen und die Aussicht zu geniessen. An den Blauenseen blieb ich eine gute Stunde sitzen und badete meine Füsse im kalten Wasser.

Das Wetter sollte man auch gut beachten. In den Sommermonaten ist in den Bergen häufig mit nachmittäglichen Gewittern zu rechnen, das war auch an diesen Tagen so.

Im Berghotel Schynige Platte durfte ich «Übernachten, wie zu Grossmutters Zeiten», denn so lautet ihr Motto.

Hotel Schynige Platte

Am Abend kam ein heftiges Gewitter und ein wunderschöner Regenbogen war zu sehen.

Am Morgen, gleich nach dem Frühstück, machte ich mich auf den Weg und folgte dem Wegweiser der ViaBerna über den Aussichtspunkt Daube. Das ist zwar etwas weiter als der direkte Weg unten bei der Station vorbei, dafür darf man noch einen Blick auf die beiden Seen, Thunersee und Brienzersee werfen. Das Erste Wegstück ist etwas steinig und steil, jedoch gut begehbar.

Gegen Ende folgt eine wunderschöne Karstlandschaft und schon ist das Berghaus Männdlenen fast erreicht.

Mir wars recht so, um die Mittagszeit bereits dort einzutreffen. Wie zu erwarten wurde das Wetter am Nachmittag sehr wechselhaft, mal windig und frisch und dann schien wieder die Sonne. Ich wechselte von der Sonnenterasse in die Innenräume und wieder hinaus. Staunte nicht schlecht, wie viele auswärtige Berggänger am Nachmittag erst vorbeikamen und noch bis zum First laufen wollten und dies bei aufziehenden Gewitterwolken.

Nach dem feinen Raclette-Znacht konnte ich recht gut schlafen, das Massenlager war nur zur Hälfte belegt. Am Morgen war der Himmel zuerst noch wolkenverhangen, doch das Wetter sah soweit gut aus.

Gleich beim Berghaus führt ein steiler und steiniger Aufstieg mit Treppenstufen in die Höhe. Später führt der Weg dann sanft über Alpweiden und ab dem Faulhorn läuft man bequem auf einem breiten Weg bis zum First.

Bald schon darf man auf die Blauenseen hinabschauen. Da diese in etwa einer Stunde Fussmarsch von der Station First zu erreichen sind, hat es auch dementsprechend viele Leute. Doch diese verteilen sich gut, so dass für alle ein ruhiges Plätzchen zu finden ist.

Bei der Firstbahn angekommen, sah ich, dass für die Talfahrt bereits eine lange Kolonne steht, daher verzichtete ich auf eine Einkehr im Bergrestaurant, denn ich wollte mich früh auf die Heimfahrt begeben. Ich durfte ja bereits im Juni im Berghaus First übernachten und bei der Gelegenheit die Aussicht ausgiebig geniessen.

So fiel es mir nicht schwer, diesen schönen Ort so rasch zu verlassen, denn es ist gut möglich, dass ich diese Höhenwanderung wieder einmal laufen werde, und zwar wieder mit Start ab der Schynige Platte und nicht umgekehrt.

Hinterlasse einen Kommentar